Die Freudenbringer SZ August 2020

Die Freudenbringer

Allein im Schrobenhausener Land gibt es Hunderte Vereine, die sich mit allen möglichen Themen beschäftigen.

Manche tauchen öfter, andere seltener in der Schrobenhausener Zeitung auf. An dieser Stelle möchten wir möglichst vielen Vereinen ein Forum bieten.

Schrobenhausener Zeitung Samstag/Sonntag, 15./16. August 2020 SZ (Die Freudenbringer)

[Zum Originalartikel]

Die Freudenbringer Zeitungsartikel Vereine in und um Schrobenhausen

Welchen Zielen hat sich Ihr Verein verschrieben ?
Wir möchten die Lebensumstände der Menschen in Litauen verbessern. Das bedeutet zum Beispiel Renovierungen von Schulen, Kindergärten, Kinderheimen zu ermöglichen, die Anschaffung dringend benötigter medizinischer Geräte und Artikel, Spielplätze, Sportgeräte und vieles mehr. Vor allem aber wollen wir mit unserem jährlichen Weihnachtstransport Freude nach Litauen bringen. Wir sind unendlich dankbar über all die Unterstützung, die wir dabei über die Jahre von Kindergärten, con Schulen, vom Frauenbund Schrobenhausen und von so vielen Sponsoren erfahren haben.

Was sind die Höhepunkte im Vereinsleben ?
Da gibt es sooo viele, das wäre ja schon wieder einen eigenen Bericht wert. Zum Beispiel die Verleihung des Georgius Ordens posthum für meinen Vater, den ich 2015 entgegennehmen durfte, die Jubiläumsfeiern zum 20. und 25. Oder aktuell die schnelle und unkomplizierte Umsetzung des Projekts mit den Rotariern zur Beschaffung eines Transportfahrzeugs für die behinderten Kinder der Sonderschule in Kaunas.

Was war das schönste Ereignis im Vereinsleben, an das Sie sich persönlich erinnern ?
In den 25 Jahren unserer Vereinsgeschichte hatten wir das große Glück, unzählige tolle und schöne Dinge erleben und erfahren zu dürfen. Es fällt wirklich schwer, da die Highlights heraus zu picken. Natürlich denken wir unter anderem an Aktionen wie den Rotary RUn, den Weltrekordversuch im Simultanküssen, unsere Vereinsfeste, die unglaublich tolle und nachhaltige Einsatzbereitschaft der Menschen in und um Schrobenhausen, aber auch von neuen Unterstützern, die uns ganz unerwartet gefunden haben, wie zum Beispiel die Mitfahrer der Baltic Sea Rallye.
Am schönsten ist aber wirklich das Erlebnis, zusamen mit unseren engagierten Mithelfern den Weihnachtstransport auf die Beine zu stellen und dann in LItuaen die Freude und Dankbarkeit der Menschen vor Ort erleben zu dürfen. Das Strahlen der Kinder und die Begeisterung über unsere Geschenke gehen einfach ans Herz.

Haben Sie spezielle Wünsche ?
Oh ja. Vor kurzem haben wir erfahren, dass die Humanitäre HIlfe ihren 40-Tonner-Lastzug verkauft hat, den sie uns immer für unseren Weihnachtstransport zur Verfügung gestellt hat. Wir würden uns riesig freuen, von einer Spedition oder einem anderen Unternehmen einen Lastzug gestellt zu bekommen …

Welche Rolle spielt bei Ihnen die Jungendarbeit ?
Jugendarbeit ist ein gutes Stichwort. Wir haben keine eigene Jungendabteilung, wir würden und aber sehr über jüngere Mitglieder und Unterstützer freuen.

Wo sehen Sie Ihren Verein in zehn Jahren ?
Weiterhin aktiv. Wobei Gutes, Bewährtes und Geschätztes weitergeführt und immer wieder mit kreativen und engagierten Menschen um neue Ideen ergänzt wird.

Vorsitzende Eva und Sven Klingenberg

Kinderhilfe Litauen
Gründung: Der Verein wurde 1994 von Manfred Schwaak in Oberlauterbach gegründet der als Junge in der Kriegs- und Nachkriegszeit fünf Jahre in Litauen lebte und dort sehr viel Liebe und Unterstüzung erfuhr.
Größe: 55 Mitglieder. Neuzugänge sind jederzeit willkommen.
Finanzierung: Ausschließlich durch Mitgliederbeiträge und Spenden
Kontakt: Eva Klingenberg (im Bild mit Ehemann Sven), info@kinderhilfe-litauen.de oder telefonisch unter der Nummer (08454) 914 30 30.
Im Netz: www.kinderhilfe-litauen.de

Gemeinsames Engagement: Beladen eines Lkw vor der Abfahrt zum Weihnachtstransport nach Litauen.
Kneippweg, Barfußweg beim Kinderheim Kaunas
Nikoletta verteilt Geschenke Weihnachtstransport Kinderhilfe LItauen
Bub im KInderkrankenhaus Klaipeda freut sich über Geschenk Weihnachtstransport Kinderhilfe Litauen Die Freudenbringer

Gemeinsames Engagement: Beladen eines Lkw vor der Abfahrt zum Weihnachtstransport nach Litauen.

Momentaufnahmen: links die Einweihung des Kneipp-Pfades in der Sonderschule Kaunas, in der Mitte eine Weihnachtsaktion und rechts ein Kind, das aus Schrobenhausen Geschenke erhielt.

Übergabe Transporter (Aktion Rotarier Schrobenhausen) und Geschenke Weihnachten 2019

Ein Bild aus dem vergangenen Winter, als viele Geschenke und ein behindertengerechter Transporter für die Sonderschule in Kaunas in Kooperation mit den Rotariern übergeben wurde.

Viele helfende Hände für Litauen

Viele helfende Hände für Litauen

Eva Klingenberg stellte bei der katholischen Erwachsenenbildung die Kinderhilfe vor

von Franz-Josef Mayer, Schrobenhausener Zeitung, 11.02.2020

Zum ersten Mal im Leben eine Tafel Schokolade

Schrobenhausen – Seit mehr als 25 Jahren unterstützt der Verein Kinderhilfe Litauen mehrere Einrichtungen im südlichen der drei baltischen Staaten.

In einer Veranstaltung der Katholischen Erwachsenenbildung stellte Vorsitzende Eva Klingenberg das Projekt vor, das ihr Vater Manfred Schwaak gegründet hatte.
Eva Klingenberg gab eine kurze Skizze des Landes Litauen, das die meiste Zeit seiner Geschichte vom großen Nachbarn Russland bedrängt war und im Zweiten Weltkrieg unter der deutschen Terrorherrschaft zu leiden hatte. Die Phasen der Eigenständigkeit im 19. Jahrhundert währten nicht lange, erst nach 1990 konnte sich das Land – in der Fläche etwas kleiner als Bayern – staatlich neu entwickeln. Es gehört seit 2004 zur Europäischen Union, der Euro ist Währung seit 2015.

Die Kinderhilfe Litauen hat eine weit zurückliegende Vorgeschichte, eine Familiengeschichte. Initiator war der mittlerweile verstorbene Manfred Schwaak, der seine Rettung zu Kinderzeiten am Ende des Zweiten Weltkriegs nie vergessen hatte. In einer Familie mit vier Kindern erlebte er im damaligen Ostpreußen die Fluchtbewegungen vor dem Herannahen der Russen. Der Vater war an der Front, die Mutter begab sich aus der Gegend um Königsberg mit den Kindern auf die Flucht, aber sie selber und das kleinste Kind überlebten nicht. Damit waren drei Kinder alleine, schlugen sich im benachbarten Litauen zeitweise durch die Wälder und wurden schließlich von Familien aufgenommen.

Später wurden sie als Deutsche erkannt und kamen in die russische Besatzungszone, endlich über den Suchdienst des Roten Kreuzes zum überlebenden Vater nach Bayern. Manfred Schwaak nahm sich vor: “Sollte Litauen einmal frei und zugänglich werden, fahre ich sofort dort hin! ” Nach dem Zusammenbruch der UdSSR setzte er diesen Plan um und traf auf die primitiven Verhältnisse, die der Sozialismus überall in Osteuropa hinterlassen hat. Er fand nicht nur die Familie, die ihn als Kind beschützt hatte, er fand auch eine Aufgabe – Hilfe für Kinder in Litauen. Viele öffentliche Einrichtungen waren in einem desolaten und hoffnungslosen Zustand, erste Adresse war eine Klinik für Kinder mit Behinderung.

Mit einer Zeitungsanzeige suchte Schwaak erste Verbündete und diese wurden im Lauf der Jahre immer mehr. Im ganzen Raum Schrobenhausen fand er Zuspruch. In den folgenden Jahren kamen – vermittelt über Kindergärten und Schulen – aus Familien Sachspenden, die Aktion wuchs weiter an, der Umfang benötigte schließlich immer größere Transportfahrzeuge bis hin zum Sattelschlepper des Roten Kreuzes. Viel Arbeit leisteten die Mitglieder des Katholischen Frauenbunds, die über Jahre hin im Herbst die zahlreichen Spenden verpackten.

Manfred Schwaak hatte viele Ideen, um mit Aktionen und Events Gelder für die Kinderhilfe zu erlösen; es gab Benefizkonzerte oder auch einmal das Simultanküssen für einen Rekord. Aktionen des Rotary Clubs Schrobenhausen-Aichach spielten größere Geldbeträge ein, und immer neue Helfer machten die weite Fahrt in den Norden mit und erlebten die Freude über alle Unterstützung vor Ort, es entstand ein eigener Teamgeist. Übers Internet stießen Rallye-Freunde aus dem Allgäu auf die Kinderhilfe, brachten auf ihrer Nordlandfahrt um die Ostsee-Hilfsgüter ans Ziel und sorgten ganz originell für das Bällebad eines Therapieraums in einem Kinderheim. Einmal gelang es gar, die Spitzen des Deutschen Fußballbunds einzubinden. Zu den konkreten Hilfen zählen viele Aktionen, mit denen Kinder zu Weihnachten beschenkt wurden, aber bedeutsamer sind wohl die baulichen und technischen Verbesserungen so in Schulen oder Kliniken.

Eva und Sven Klingenberg stellten in Bildern und einigen Videos dar, wie sich die Aktionen mit viel Arbeitseinsatz abspielen und wie vor Ort in Litauen frohe Kinderaugen und dankbare Empfänger in Schulen und Einrichtungen erscheinen. Im Bild erinnerte Eva Klingenberg auch an ihren verstorbenen Vater und an die ebenfalls verstorbenen Unterstützer Toni Drexler und Toni Euba. Am Ende der Veranstaltung war zu spüren, dass der Funke wieder einmal übergesprungen ist; nicht wenige unter den 40 Zuhörern – darunter auch erfahrene Helfer – waren sich einig, die Kinderhilfe Litauen zu unterstützen.

Zum ersten Mal im Leben eine Tafel Schokolade
Zum ersten Mal im Leben eine Tafel Schokolade

Litauen Situation und Hilfe 1 Vortrag bei KEB

Litauen Situation und Hilfe – mein Vortrag bei der Katholischen Erwachsenen Bildung (KEB) im Pfarrsaal Schrobenhausen.

Litauen Situation und Hilfe Stadtpfarrer Georg Bühler und Eva

Der “Hausherr”, Stadtpfarrer Georg Bühler, hatte sichtlich Freude an meinem Vortrag – wir haben uns wirklich sehr über seine Anwesenheit und sein Interesse an unserer (Familien-)Geschichte gefreut !

„Labas vakaras, sveiki atvyke, dziaugiuosi, kad tiek zmoniu domisi Lietuva.”
habe ich meinen Vortrag am Montagabend eröffnet.
„Das war litauisch”, würde es in der Sendung mit der Maus heißen 😉 und bedeutet
„Einen schönen guten Abend und ganz herzlich willkommen. Ich freue mich sehr, dass sich so viele Menschen für Litauen und unseren Verein interessieren !“

40 Zuhörer haben Krankheiten und Sturm „Sabine” getrotzt und zusammen mit meinem Mann Sven und mir einen wirklich tollen Abend verbracht !

Ich habe zuerst einiges über das Land Litauen erzählt, [Zahlen Daten und Fakten] genannt, anschließend unsere Fotos aus der über 25-jährigen [Vereinsgeschichte] präsentiert und zum Abschluss unseren Film der [Weihnachtsfahrt 2016].

Aus meinen „angedrohten” vier Stunden wurden „nur” eineinhalb 😉 und in anschließenden Gesprächen konnte ich dann noch ganz individuelle Fragen beantworten, mit Freunden und Bekannten meines Papas in Erinnerungen schwelgen und den Abend dadurch wunderbar ausklingen lassen.

Ich habe mich wirklich RIESIG über das abschließende tolle Feedback meiner Zuhörer gefreut und dass „der Funke“ und meine Begeisterung sowie das Herzblut, mit wir die Kinderhilfe Litauen führen übergesprungen sind 😀!

Wir konnten ein neues Mitglied gewinnen ( unser 60.👍) , haben einige Spenden und Spendenzusagen bekommen und Angebote, bei Bedarf mitzuhelfen – einfach SENSATIONELL !!

VIELEN DANK an alle Anwesende!

Vortrag Schrobenhausen Techniker Sven

„Techniker“ Sven Kümmerte sich um die Foto und Video – Präsentationen … ein GROSSES „labai aciu“ !

Vortrag KEB Schrobenhausen Organisation

Diese drei Damen sorgten für einen reibungslosen Ablauf des Abends: Rosa Drössler , Hildegard Papst, Andrea Haiplik (von links nach rechts) VIELEN DANK !

Litauen – Lage :

  • Südlichster der drei baltischen Staaten
  • grenzt im Westen an die Ostsee, im Norden an Lettland, im Osten liegt Weißrussland, und im Süden Polen und die Oblast Kaliningrad, früheres Ostpreußen, heutiges Russland
  • Einwohner: circa 2, 8 Millionen
  • Größe: 65 300 Quadratkilometer
  • Einwohner pro Quadratkilometer: 43
  • zum Vergleich : Deutschland ist circa sechs mal so groß und hat circa 30 mal so viele Bewohner ( Und damit 232 Menschen pro Quadratkilometer )
  • größte Stadt und gleichzeitig Hauptstadt: Vilnius ( 3letter code VNO – für alle, die diese wunderschöne Barock Stadt mal mit dem Flugzeug erkunden möchten 😀) , 574000 Einwohner
  • Bewohner: circa 80 % Litauer, circa 5 % Polen und Russen, der Rest Weißrussen und Ukrainer
  • Volksgruppe der Karäer : Ursprünglich Turkvolk aus der Türkei, eigenständige jüdische Glaubensgemeinschaft, abgespalten vom Judentum, im 14. Jahrhundert nach Litauen gekommen, Nachfahren leben heute vor allem in und um Trakai ( Wasserschloss, wichtiges touristisches Highlight )
  • Religionen: der Großteil ist römisch-katholisch, circa 80 % , ausserdem Lutheraner, russisch-orthodoxe, Protestanten, Muslime, Juden etc.
  • Flagge: gelb: Sonne, Licht , Weizenfelder – grün : Pflanzenwelt, Wälder – rot : das Blut, dass für die Freiheit vergossen wurde
  • Nationalvogel: der Storch, in Litauen gibt‘s die weltweit dichteste Storchenpopulation
  • Wappen :der „Vytis „, eines der ältesten europäischen Wappen (15. Jahrhundert) , „Der Verfolger“ / „Der weisse Ritter” – Stellt sowohl den jeweiligen litauischen Herrscher dar , aber auch den weißen Ritter, der die Angreifer aus seinem Heimatland vertreibt – und davon gab es leider viele.
  • Aktueller Präsident (2020): Gitanas Nauseda

Mein Papa hat immer von dem „ganz besonderen Licht “ in Litauen geschwärmt – der tollen Natur , den vielen Seen …

Litauen ist wirklich eine wunderbare Natur bekannt, circa 30 % der Fläche sind mit Wäldern bedeckt, es gibt 2833 sehen, 99 km Strände. Bei Litauen denken wir an Ostsee, Bernstein, die kurische Nehrung – Wilhelm von Humboldt sagte einst, „wenn man die kurische Nehrung nicht gesehen und erlebt habe, fehle ein wichtiges Stück in der Seele”.

[Weitere Informationen zu Litauen auf Wikipedia]

Flagge Litauen
Landkarte Litauen
Wappen Litauen

Litauen hat eine sehr wechselhafte Geschichte, natürlich eng verknüpft mit den Nachbarstaaten.

Im Laufe der Jahrhunderte gab es verschiedenste Machtverhältnisse, teilweise gleichberechtigt mit anderen Staaten in Bündnissen, aber auch zum Beispiel als „Großmacht Litauen” in Personalunion mit Polen.

Russland aber spielte eine große (Besatzer -)Rolle :
Ab 1795 stand Litauen unter russischer Herrschaft, anfangs gab es die Idee , das „Großfürstentum Litauen „ innerhalb Russlands gleichberechtigt zu erhalten, aber es kam zur „Politik der völligen Russifizierung”. Das bedeutete zum Beispiel das Verbot des Drucks literarischer Texte in lateinischer Schrift, das durfte nur noch auf Kyrillisch erfolgen. Es wurden viele Schulen geschlossen und die, die es dann noch gab, wurden mit russischen Lehrern besetzt. Russische Bauern wurden in Litauen angesiedelt und entsprechend viele litauische Familien enteignet. Katholische Kirchen wurden geschlossen, beziehungsweise in orthodoxe umgewandelt.

Im 19. Jahrhundert nahmen die nationalen Bewegungen zu, es wurden wieder litauische Bücher ( in Ostpreußen ) gedruckt und von so genannten „Bücherträgern” ins Land geschmuggelt. 1904 gab es wieder die erste legale litauische Zeitung und 1905 wurde die Autonomie des litauischen Staates innerhalb des Russischen Reiches ausgerufen.

Im ersten Weltkrieg besetzte Deutschland Litauen und anschließend wäre in Litauen beinahe ein Deutscher zum König gemacht worden !
Es gab den Plan, einen Satellitenstaat zu installieren, Regent sollte Herzog Wilhelm von Urach werden. Dazu kam es aber nicht und so wurde am 16. Februar 1918 nach über einem Jahrhundert russischer Herrschaft das unabhängige Litauen ausgerufen. Dieser Tag ist seitdem Nationalfeiertag.

1940 rückte die rote Armee in Litauen ein ( die „litauische Sowjetrepublik”  wurde zwangsangegliedert an die UdSSR ) – und 1945 auch in Ostpreußen

[Und hier beginnt Vadders Geschichte…]

Litauen wurde 1990 dank „Glasnost” und „ Perestroika” wieder unabhängig und mein Papa konnte seinen lange gehegten Plan, Litauen und besonders den Kindern dort etwas zurückzugeben und DANKE zu sagen, in die Tat umsetzen .

Litauen ist seit 2004 in der EU und natürlich fließen seitdem EU Gelder dorthin. Hauptsächlich investiert wurden sie in den großen Städten wie zum Beispiel Vilnius, Klaipeda und Kaunas, aber auch in die rund 290 Kulturdenkmäler Litauens.

Der Tourismus ist inzwischen die Haupteinnahmequelle, im Jahr 2018 wurden rund 3,6 Millionen Touristen gezählt ( Kurische Nehrung, Wasserschloss Trakai, Berg der Kreuze, um nur ein paar Beispiel zu nennen ) – Litauen ist DAS führende Land für Wachstum bei Übernachtungen.

Seit 2015 gibt es in Litauen den Euro und laut Aussage meiner Freundin Kristina in den Geschäften alles zu kaufen, „was das Herz begehrt „ – leider zu Preisen wie in Deutschland , die Gehälter wurden allerdings nicht angepasst ( durchschnittlicher Verdienst eines Lehrers zwischen 600 – 800 Euro ).

Ein großes Problem Litauens ist es, dass das Land „veraltet” – viele junge Menschen gehen ins Ausland, um dort entsprechend Geld zu verdienen – so kommt es, dass ich auf meinen Reisen (ich bin Stewardess) immer wieder auf Litauer treffe – der Kofferträger in London, der Crewbusfahrer in New York und die Check – in Kollegin im Crewhotel in Madrid. Alle freuen sich natürlich riesig, wenn ich sie mit einem „labadjena” begrüße 😊

Dadurch, dass es viel zu wenige Menschen in Litauen gibt, die ( ausreichend / hohe ) Steuern zahlen, hat der Staat nur sehr wenig Geld.
Die Renten älterer Menschen sind entsprechend niedrig, weswegen wir auch sie unterstützen.

Dank unserer tollen Freunde, Spender und Mithelfer schaffen wir das auch 😀👍

Katholische Erwachsenenbildung Humanitäre Hilfe

Katholische Erwachsenenbildung im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen e.V. – Humanitäre Hilfe Litauen

Humanitäre Hilfe Litauen - Vielfältige Aktivitäten und Projekte

Katholische Erwachsenenbildung

Vielfältige Aktivitäten und Projekte

Referentin: Eva Klingenberg (1. Vorsitzende Kinderhilfe Litauen E.V.)

Der Verein Kinderhilfe Litauen unterstützt seit 25 Jahren Institutionen in Litauen, die sich benachteiligter Kinder annehmen. Die Vorsitzende stellt im Vortrag die vielfältigen Aktivitäten und Projekte vor.
Herzliche Einladung zum Vortragsabend der KEB am Montag, 10. Februar 2020 um 19.00 Uhr im Pfarrsaal St. Jakob, Im Tal 9, 86529 Schrobenhausen Eintritt: € 5,–
Veranstalter: Katholische Erwachsenenbildung im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen e.V. Im Tal 9 86529 Schrobenhausen www.keb-neuburg-schrobenhausen.de