Scheck über 750 Euro von der Schrobenhausener Bank

Scheck über 750 Euro von der Schrobenhausener Bank

Übergabe Scheck der Schrobenhausener Bank für Weihnachtsaktion2021

Gestern durfte ich bei der Schrobenhausener Bank diesen wunderbaren Scheck über 750 € entgegennehmen; als Zuschuss zu unserer Weihnachtsfahrt, bzw. unserer Weihnachtstüten- Aktion 😀👍

Auf dem Foto von links nach rechts:
Vorstand Klaus Misch , Eva Klingenberg und Vorstand Carlhans Hofstetter

Herbsttransport 2021 Schneller als die Pandemie

Kinderhilfe überlegt, Weihnachtstransport auf den Herbst vorzuziehen

Herbsttransport 2021 Schneller als die Pandemie

von Heidrun Budke, Schrobenhausener Zeitung, August 2021

Kinderhilfe überlegt, Weihnachtstransport auf den Herbst vorzuziehen von Heidrun Budke August 2021

Schrobenhausen – Wie kann dieses Jahr der Weihnachtstransport nach Litauen über die Bühne gehen, ohne dass Corona einen Strich durch die Rechnung macht ? Diese Frage stellen sich im Moment der und die Mitglieder der Kinderhilfe Litauen. Eine Idee gibt es und das Wissen, dass nur ein Plan B nicht genug sein wird.

„Wir haben wild diskutiert und die Meinung der Mitglieder abgefragt“, sagt die Vorsitzende des Vereins, Eva Klingenberg. Bei der Jahreshauptversammlung Ende Juli kam der vielleicht entscheidende Vorschlag von Mitglied Birgit Pfannerstill: Ein Herbsttransport mit allen Spenden, die jetzt schon in den Kellern lagern.

Damit stellte sich die Frage: „Was ist mit den Weihnachtstüten ?“ Diese werden jedes Jahr mit Schulmaterial und ein paar Süßigkeiten gefüllt und erhalten eine ganz persönliche Note durch Weihnachtskarten, die von Kindergarten- und Grundschulkindern im Schrobenhausener Land gebastelt werden. „Normalerweise sind wir ja vorher Wochen und Monate beschäftigt!, veranschaulicht Eva Klingenberg, „aber ein Herbsttransport müsste gefühlt aus dem Bauch heraus im Oktober passieren, sonst könnte schon wieder alles dicht sein.! Das wären 4 bis 6 Wochen vor dem sonst üblichen Termin und genau dies wirft viele Fragen auf, die relativ kurzfristig geklärt werden müssen. „Corona zwingt uns dazu, ums Eck zu denken, kreativ zu werden und andere Wege zu gehen – wir müssen schauen, was geht.“ ist sich Eva Klingenberg im Klaren.

Im Moment mache an eine Art Brainstorming, was aufgrund des früheren Zeitpunktes alles bedacht werden muss. Ein paar Punkte hat Eva Klingenberg bereits geklärt: „Wir haben gefragt, ob wir so früh ins Lager können – können wir. Und ob unsere LKW-Fahrer Zeit haben – haben sie.“ In dem Zusammenhang hat sie ein großes Lob für den bewährten Lkw-Fahrer: „Da haben wir diesen super Josef Stegmayr – ein toller, zuverlässiger, entspannter Kerl.“ Er hat früher den alten Lkw immer wieder repariert, der gehörte dem Deutschen Roten Kreuz und wurde inzwischen verkauft. „Aber auch das hat Sepp geklärt“, ist Eva Klingenberg erleichtert; „er hat es geschafft, dass ein lokaler Unternehmer uns einen neuen LKW zur Verfügung stellt.“ Eine andere Frage betrifft den Inhalt der Tüten: Sollte man auf Süßigkeiten verzichten aufgrund der Haltbarkeit und mangelnder Kühlmöglichkeiten ?“ „Wir könnten die Tüten packen lassen mit Malsachen, Schulequipment und Kuscheltieren.“ Vor Weihnachten könnte der Verein dann Geld überweisen, damit die Süßigkeiten in Litauen gekauft werden.

Aber auch ein persönlicher Aspekt beschäftigt die engagierte Vereinsvorsitzende, die beruflich als Stewardess arbeitet, sehr: „Im Herbst habe ich ja keinen Urlaub – ich fliege ja wieder voll.“

Dabei wäre sie so gern bei dem Transport dabei und nicht zuletzt ist sie ja auch irgendwie das Gesicht des Vereins. Doch es scheint sich abzuzeichnen, dass sie weder im Oktober noch im November oder Dezember mitfahren kann. Zudem wir Klingenberg wahrscheinlich beim Einsammeln der Tüten in den Kindergärten und Schulen Hilfe brauchen: „Wir müssen klären, wer mir da etwas abnehmen kann. Das müsste jemand sein, der den Kindern etwas erklären kann, wenn sie Fragen haben.“

Ein bisschen Glück gehört dazu, dass sollte sich schon ein Weg finden lassen. Das wirklich einzig Limitierende wären gesetzliche Bestimmungen. Und er fasst die Marschrichtung zusammen: „Man muss schauen, ob man das selber uns alles Beteiligten zeitlich das zeitlich umsetzen können. Dann ist es wichtig, den Plan mit den Schulleitern abzustimmen und bei den litauischen Stellen klären, ob die die Tüten sicher zwischenlagern können – sie müssen ja vorbereitet sein, wenn wir sechs Wochen früher vor der Türe stehen.“

Eva Klingenberg sieht das genauso und betont: „Wir sind alle willig und kreativ – und wir müssen einfach schneller sein, als die Pandemie.“ SZ

Karten basteln

Schrobenhausen – Die zentrale Frage, ob das Basteln der Karten in den Schulen so früh umgesetzt werden kann – damit steht und fällt die Idee. So weiß Eva Klingenberg: „Wir müssen in den Ferien ein Schreiben an die Schulen und Kindergärten verfassen, erklären, was wir überlegen und ob sie sich das vorstellen können.“

Wichtig sei, dass die jeweiligen Einrichtungen die Info vor der ersten Sitzung Anfang September haben: „Dann können sie vielleicht Ende September das Projekt umsetzen – ich denke fast, früher wird das nicht möglich sein.“ Dann könnten die Karten Anfang Oktober abgeholt und damit die Abfahrtszeit auch frühestens Mitte, eher Ende Oktober terminiert werden. Und wenn wieder Homeschooling wäre ? Da will Eva Klingenberg gar nicht drüber nachdenken: „Dann müsste ich 1000 Privathaushalte abfahren.“ Also müsste wieder eine Alternative geplant werden: „Wir überlegen viele Optionen – Plan B, C, D bis Z“, sagt sie, „das ist es, was es den Vereinen schwer macht.“

Ihr Mann Sven Klingenberg macht Mut: „Ich denke, wenn alle mitmachen und prinzipiell von dem Plan überzeugt sind, dann findet man einen Weg. hbu

1 Verein ohne Grenzen Kinderhilfe Litauen

Die Kinderhilfe erfährt oft und unerwartet Unterstützung, auch aus der Ferne

Verein ohne Grenzen

von Heidrun Budke Schrobenhausener Zeitung 31.08.2021

Verein ohne Grenzen Zeitungsartikel Schrobenhausener Zeitung Lokals am 31.08.2021

Hohenried – Im Schrobenhausener Land ist die Kinderhilfe Litauen seit über 25 Jahren eine feste Größe. Die Weihnachtstransporte in den baltischen Staat sind ein Fixpunkt im Vereinskalender. Zudem werden regelmäßig nachhaltige Projekte in den sozialen Einrichtungen in Kleipeda, Kaunas und Zelsva umgesetzt. Dabei hat der Verein viele Unterstützer und manche kommen nicht aus Schrobenhausen.

„Vor kurzem hat mich Mary Leistle angerufen“, erzählt Eva Klingenberg, die Vorsitzende der Kinderhilfe Litauen und Tochter des inzwischen verstorbenen Vereinsgründers Manfred Schwaak. „Die bekannte Schrobenhausener Malerin kennt meine Eltern von früher“, weiß Klingenberg. Leistle fragte an, ob sie dem Verein einiger Kinderbilder für Litauen schenken darf: „Diese hat sie 2009 für die beiden Söhne ihres Neffen gemalt und dort hingen sie nun zehn Jahre lang“, kennt Klingenberg die Geschichte dieser Gemälde. Inzwischen sind die Jungen zu groß für diese Motive und Leistle kam auf die Idee, ob Eva Klingenberg die Bilder nicht nach Litauen mitnehmen möchte. „Da hat sie natürlich offene Türen eingerannt“, freut sich die Vereinsvorsitzende, „die farbigen Gemälde sind ideal für die Sonderschule in Kaunas mit ihren langen grauen Gängen – perfekt.! Außerdem gab Leistle Puppen dazu, die bisher in ihrem Wohnzimmer saßen, denn dort soll ebenfalls neu dekoriert werden.

„Weil sie sich doch schwer getrennt hat, habe ich Fotos von allem gemacht und werde ihr diese vorbeibringen“, sagt Klingenberg.

Manchmal kommt Unterstützung aus der Ferne

So wie der Kontakt zu Mary Leistle entstammen viele aus der Zeit, als Eva Klingenbergs Vater Manfred den Verein in Schrobenhausen bekannt machte. Bis heute gibt es zahlreiche tatkräftige Förderer in der Region, zum Beispiel die Kindergärten und Schulen, die die Gestaltung der Weihnachtspost übernehmen, der Frauenbund oder die Rotarier, den Lkw-Fahrer Josef Stegmayr oder den Busfahrer Josef Mahl – um nur einige auf der langen Liste zu nennen. Eva und Sven Klingenberg sind sehr stolz darauf und ebenso dankbar, auf so viele Helfer vor Ort zählen zu können. Und manchmal kommt Unterstützung überraschend aus weiter Ferne.

So erzählt das Ehepaar von einem Vereinsmitglied aus Bremen: „Alexander Grauer ist Russland-Deutscher“, weiß Eva und Sven kennt die Geschichte, wie der Bremer zur Kinderhilfe kam „Die ursprüngliche Idee war, dass er sich selber im Baltikum engagieren und dafür einen gemeinnützigen Verein gründen wollte.“ Auf der Suche nach Informationen kam er auf die Homepage der Kinderhilfe: „Er wollte gleich mit uns dort hinfahren und ein Haus bauen“, ist Sven von der Tatkraft beeindruckt. Dann wurde Grauer Mitglied.

Vor einigen Jahren gewann der Verein ein Mitglied in Österreich: „Mantis Bandonis – ein Litauer, der in Österreich lebt“, sagt Sven Klingenberg. Irgendwann kam ein Mitgliedsantrag per Mail: „Wir haben zurückgeschrieben und er hat gemeint, er findet es sensationell, was wir machen und das Mindeste, was er tun kann, sei, und als Mitglied zu unterstützen.“ Auch konkrete Hilfsangebote erreichen den Verein: „Eines Tages rief ein circa 30-jähriger Mann aus dem Hamburger Raum an, der sich als LKW-Fahrer angeboten hat“, erzählt Sven. Der Hamburger hatte den Aufruf auf der Vereinshomepage gefunden: „Wir haben telefoniert und Witze darüber gemacht, dass die Fahrten zwischen Wohn- und Arbeitsstätte lang wären“, lacht Sven Klingenberg und ist sicher, dass das Angebot ernst gemeint ist: „Er würde den schwereren Weg gehen, wenn wir ihn brauchen.“

Spende von einem Pianisten aus dem Flugzeuge

Sogar bei der Arbeit entwickeln sich Kontakte. Eva Klingenberg ist Stewardess und erzählt: „Ich hatte einen Passagier an Board, der ist Pianist.“ Als sie fragte, wo sie ihn spielen hören kann und ihm als Kontaktinfo die Visitenkarte von der Kinderhilfe gab, fand er das interessant: „Kurz drauf kam ein Päckchen mit zwei seiner CDs und einer Karte, dass er soeben an die Kinderhilfe gespendet hat“, ist Eva bis heute überrascht.

Eine Geschichte bleibt dem Ehepaar besonders in Erinnerung: Für den Transport der Weihnachtskarten wurde im vergangenen Jahr eine Spedition aus Litauen beauftragt. Der litauische Fahrer kam zu den Klingenbergs nach Hause, um die vier Pakete abzuholen: „Dieser Fahrer hat die Päckchen eingeladen und wusste gar nicht, was er eigentlich abholt“, sagt Sven Klingenberg. Die beiden Männer kamen kurz ins Gespräch über die besondere Weihnachtsaktion. Da war der Fahrer so gerührt“, erinnert sich Sven Klingenberg, „er stand an seinem LKW und ihm ist eine Träne runtergekullert – das war sehr bewegend, der Mann war so erfüllt in dem Moment. Er fand es schön, dass er an der Aktion teilhaben kann.“

Eva und Sven Klingenberg wissen, dass der Verein nur durch die vielen, langjährigen und engagierten Mitglieder aus dem Schrobenhausener Land machbar ist. Gleichzeitig freuen sie sich, wie weit manchmal die Grenzen werden. Die beiden sind dankbar für die vielen schönen Momente, die die Arbeit des Vereins auch für sie selber besonders wertvoll machen. SZ

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