Damit Augen leuchten

Vorweihnacht der guten Herzen: Kinderhilfe Litauen sammelt wieder Spenden für den Weihnachtstransport

Heidrun Budke, Schrobenhausener Zeitung

Schrobenhauser Zeitung Vorweihnacht der guten Herzen 2023

Sven und Eva Klingenberg hielten Mitte Oktober einen Vortrag beim Seniorennachmittag im Pfarrsaal in Hohenried. Rechts Marianne Mair, Vorsitzende des Pfarrgemeinderats

Bei der Kinderhilfe Litauen passiert heuer ein großer Schritt Richtung Normalität, auf den sich viele Menschen freuen: es gibt wieder einen Weihnachtstransport. Ende November wird sich ein großer LKW auf den Weg nach Litauen machen, beladen mit dann hoffentlich vielen Spenden aus dem Schrobenhausener Land. Wer etwas abgeben möchte, kann dies am kommenden Samstag, 18. November, in der ehemaligen Corona-Impfstation am Lenbachplatz tun.

Sehr positive Resonanz nach mehrjähriger Pause *

Die schon berühmten Weihnachtstüten werden jedenfalls auf dem LKW dabei sein und auch Eva Klingenberg, Vorsitzende des Vereins, fährt mit. Derzeit sind sie und ihr Mann Sven in Schulen, Kindergärten und Horten der Region unterwegs, um die liebevoll befüllten Geschenktüten abzuholen, die die Schrobenhausener Kinder für ihre Empfänger in Litauen vorbereitet haben.
Die meisten Stationen fährt Eva Klingenberg an, doch ein paar Fahrten Tritt an ihren Mann ab: „Er soll ja auch nicht nur die Backoffice – Arbeit haben“, meint sie verständnisvoll, „sondern die leuchtenden, fröhlichen Augen der Kinder sehen und die Fragen beantworten.“.
Vor Corona waren die alljährlichen Weihnachtstransporte der Kinderhilfe Litauen mit Sachspenden ein Fixpunkt im Kalender. In den vergangenen drei Jahren beschränkte sich der Verein aufgrund von Pandemie und Ukraine Krieg auf Weihnachtskarten – Aktionen. Die Resonanz auf die Neuauflage war in den Schulen und Kindergärten nun sehr gut. „Wir wollen unbedingt wieder Tüten für euch befüllen „- Sätze wie diesen hat Eva Klingenberg schon öfter gehört. Andere sind von den Weihnachtskarten so begeistert, dass sie heuer wieder welche machen, wie etwa der Kinderhort Leuchtturm, der im vergangenen Jahr erstmals mitgemacht hatte.
„Es sind insgesamt 16 Stellen, wie cool“, freut sich Eva Klingenberg. Zudem meldete sich über ihr gutes Netzwerk an Kontakten ein Verbrauchermarkt aus Hohenwart bei den Klingenbergs – dort können nun Weihnachtstüten abgegeben werden.

Vor einem Problem stand der Verein allerdings: „Unsere größte Herausforderung war das Thema Lager„, so Eva Klingenberg .Der bisherige Raum steht nämlich nicht zur Verfügung. „ Ich hatte Gottvertrauen und hab gedacht, mein Vadder da oben wird’s schon richten“, sagt sie in Erinnerung an Manfred Schwaak, der die Kinderhilfe Litauen vor fast 30 Jahren gegründet hatte. Durch Gerhard Winter kam die Idee zu ihr, bei der Schrobenhausener Bank nachzufragen. Das brachte Erfolg : Das neue Lager der Kinderhilfe Litauen ist nun in der ehemaligen Corona – Impfstation (siehe Kasten).

Die ersten Tüten hat Eva Klingenberg schon abgeholt. An der Michael – Sommer – Schule war die erste Station. Rektorin Sabine Eberle – Weiß freute sich, dass sie so viele bunte Tüten mitgeben konnte. Und Mitte Oktober hatte das Ehepaar ein schönes Erlebnis in Hohenried: Auf Einladung von Marianne Mair , Vorsitzende des Pfarrgemeinderats, hielten sie einen Vortrag beim Seniorennachmittag im Pfarrsaal.:“ Wir haben uns dreieinhalb Stunden lang ausgetauscht und hatten eine wunderbare Zeit „, berichtet Klingenberg. Sogar ein „litauisches Schnäpschen „ wurde gemeinsam getrunken und am Ende durften die Klingenbergs eine „sagenhafte Geldspende von 300 € „ für den Verein in Empfang nehmen.

Tennisnetz, Kopierer oder auch ein Zelt

In Litauen werden die Weihnachtstüten, -karten und Sachspenden an die Kinder, in der Dorfschule Zelsva, der Sonderschule in Kaunas, dem Kindergarten Radastele in Klaipeda und dem dortigen Waisenhaus übergeben. Erste Station ist das Gemeindehaus in Naujiena, „dort sind viele ältere Menschen, und dort möchte ich ganz viel hinbringen“, so Eva Klingenberg. Über ihre litauischen Kontakte hat sie eine Wunschliste bekommen: „Bälle, ein Tennisnetz, Sportgeräte für die kleine Dorfschule in Zelsva wären super“, weiß Klingenberg, ebenso Kopierer, Scanner, Drucker. Das Gemeindehaus Naujiena wünscht sich Küchenmöbel oder auch ein Zelt, um sich im Sommer draußen treffen zu können“. Beim Verpacken zusätzlicher Geschenktüten helfen wie früher schon die fleißigen Hände vom katholischen Frauenbund, „die Damen freuen sich sehr“, weiß Klingenberg.

Den LKW bekommt die Kinderhilfe wieder von der Familie Koppold aus Eppertshofen zur Verfügung gestellt, „wahrscheinlich wird es wieder ein 40 Tonner sein – ich vertraue da ganz auf die liebe Familie Koppold, die uns immer so toll unterstützt“, ist die Vereinsvorsitzende dankbar. Auch die Fahrer sind bereits bewährt: “Meine LKW-Fahrer sind wieder Josef Stegmayr und Vitus Stark“, sagt sie. Im VW-Bus werden Michi Bauer, Willi Stegmayr, Wilfried Seemann und sie selbst den Transport begleiten. „Ich freue mich schon so sehr auf die vielen leuchtenden Augen in Litauen“, kann Eva Klingenberg den Start Ende November kaum noch abwarten.

* Anmerkung: Unsere langjährigen Begleiter wissen es natürlich auch so – unsere Pause war nicht mehrjährig, denn 2021 war unser [Weihnachtstransport] unterwegs. 
Auch heuer werden wird es wieder ein Reisetagebuch hier auf der Website geben.

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