1070 Weihnachtskarten für Kinder in Litauen

1070 Weihnachtskarten für Kinder in Litauen

Wieder bereiten Hunderte Kinder aus dem Schrobenhausener Land in Litauen viel Freude

(mit selbstgebastelten Weihnachtskarten)

SZ am 11.12.2020

Zeitungsartikel 1070 Weihnachtskarten für Kinder in Litauen

Der Verein „Kinderhilfe Litauen“ ist seit Jahrzehnten ein fester Begriff im Schrobenhausener Land.Daran hat sich auch nichts geändert, seit Eva Klingenberg, die Tochter des Gründers [Manfred Schwaak], den Vereinsvorsitz übernommen hat. Selbst in dieser ungewöhnlichen Corona-Zeit bringt die engagierte Frau, gemeinsam mit unzähligen Unterstützern, Freude nach Litauen. Damit verschafft sie gleichzeitig vielen Menschen in und um Schrobenhausen einen wundervollen Lichtblick. Und wieder bereiten Hunderte Kinder im Schrobenhausener Land Kindern in Litauen Freude.

Die Erwachsenen und Kinder in den Schulen und Kindergärten waren so enttäuscht und traurig, dass sie keine Tüten packen konnten“, erzählt die Vereinsvorsitzende Eva Klingenberg und es ist ihr anzuhören, wie nah ihr diese Rückmeldungen gingen. Gerade in dieser Zeit, „die eh so schwierig ist, so fordernd und traurig an vielen Stellen“, hatte auch sie sich gefreut auf den Transport nach Litauen, um wie in den vergangenen Jahren die liebevoll gepackten Geschenktüten an die Kinder in den Heimen, der Sonderschule und dem Krankenhaus zu übergeben. So hatte sich die 42-Jährige extra Urlaub genommen in der Hoffnung, dass sie und ihre Mitfahrer Corona trotzen könnten. „Aber dann mussten wir es diesmal doch etwas anders machen“, sagt sie.

Dass sich dieses „etwas anders“ zu einer vielseitig-bereichernden Aktion entwickeln würde, das ahnte zunächst niemand im Vereinsvorstand. Die Idee, die der Schriftführer Jürgen Bursian hatte, war eigentlich ganz einfach: Zum einen wurden Spenden gesammelt und an die Ansprechpartner in den befreundeten Einrichtungen in Litauen überwiesen mit dem Auftrag, für die Geschenktüten einzukaufen und diese vor Ort zu packen. Schöne Dinge im Wert von 10 Euro pro Kind sollten es sein, wie das auch sonst in Deutschland üblich ist, erklärt der stellvertretende Vorsitzende des Vereins, Sven Klingenberg.

„Ich finde es so wichtig, dass die Kinder in Litauen wissen, dass wir sie nicht vergessen haben“, sagt seine Frau Eva Klingenberg – und so entstand der zweite Teil der Idee: „In dieser Zeit wollten wir einen Lichtblick bringen und einen persönlichen Gruß aus Schrobenhausen. Ein Zeichen der Verbundenheit und der Freundschaft.“ Und dann fügt sie ganz trotzig hinzu: „Das lassen wir uns nicht verderben von diesem C-Wort.“ Also wurden allen Kindergärten und Schulen, die die Aktion seit Jahren unterstützen, darum gebeten, Weihnachtskarten für die Kinder in Litauen zu basteln mit dem Plan, diese dorthin zu schicken und mit den Geschenktüten zu überreichen.

Eva Klingenberg war schon sehr traurig, nicht selbst fahren zu können, denn das Schöne an den Transporten nach Litauen ist für sie, die Freude der Kinder so direkt zu erleben: „Die Kinder umarmen uns und freuen sich, dass etwas von so weit her kommt.“ Besonders die Geste kommt so gut an, vor allem bei den behinderten Kindern, die nicht die Lobby haben, ist sie überzeugt und erzählt: „Einmal hat die Mama von einem autistischen Jungen gesagt, dass wir wirklich das Highlight seines Jahres sind. Er wartet auf unseren Besuch, er überlegt sich Lieder, probt mit den anderen Kindern. Es ist so wichtig für ihn, dass er in unserem Leben eine Rolle spielt.“

So sollen jetzt die Karten widerspiegeln, dass die Menschen im Schrobenhausener Land die Kinder in Litauen nicht vergessen haben. Welche große Resonanz diese Idee hervorrief, hätte sich das Ehepaar Klingenberg vorher kaum träumen lassen: „Das ist tatsächlich toll, wie das umgesetzt worden ist. Diese Idee ist komplett aufgesaugt worden und es sind wirklich sensationelle Karten zurückkommen“, freut sich Sven Klingenberg.

Tatsächlich hat Eva Klingenberg 1070 Karten gezählt, große und kleine Formate sind entstanden, alle ganz unterschiedlich gemacht. Manche Kinder haben litauische Wörter im Internet nachgeschaut oder gar einen ganzen Weihnachts- und Neujahrsgruß auf Litauisch auf die Karte geschrieben. Es gibt Karten mit aufgemalten Tannenbäumen oder mit aufgeklebten roten Nasen, Engel wurden gemalt, Geschenkpäckchen – oder eben alles, was irgendwie weihnachtlich ist. Bis Mitte November hatten die deutschen Kinder Zeit, alles in Ruhe zu gestalten, dann begann Eva Klingenberg ihre große Abholtour: In jede der 16 Einrichtungen in und um Schrobenhausen fuhren sie oder ihr Mann Sven Klingenberg, um die gebastelten Schätze persönlich in Empfang zu nehmen. Damit war es einmal nicht das Ehepaar Klingenberg, das Freude brachte – dieses Mal durften sie selber ungeheuer viel Freude entgegennehmen, denn die Kreativität der Kinder und die liebevolle Art, mit der sie die Karten gestaltet hatten, rührt die beiden sehr.

Der Auftakt war im Kindergarten Wolfodus in Hohenwart. „Die Leiterin Manuela Weber hat gesagt: Das hat so gut getan in dieser Zeit: Sie bringen so einen richtigen Lichtblick“, erzählt Eva Klingenberg. Auf ihrer Tour erlebten die beiden schöne Geschichten und vor allem sehr viel Interesse der Kinder an den Empfängern in Litauen: Wo ist denn Litauen? Wie sehen die Menschen dort aus? Das wurden die Klingenbergs gefragt. In der Grundschule in Schiltberg war Eva Klingenberg besonders gerührt: „Wenn wir kommen, um Tüten abzuholen, studieren sie Lieder ein, machen Aufführungen, fragen viel und wollen Fotos sehen. Als sie dieses Jahr ,Leise rieselt der Schnee‘ gesungen haben, da musste ich fast heulen“, gibt sie offen zu. Auch ihr Mann Sven Klingenberg hatte so besondere Momente: „Viele Lehrerinnen, Eltern oder Erzieherinnen sind ja schon seit 20, 25 Jahren dabei. Das habe ich gespürt, als ich dort war: Was für ein Segen das jetzt ist, für Litauen, aber auch für uns – da spürt man, wie es einem warm den Rücken runterrieselt. Dafür macht man es ein Stück weit auch, weil man selber davon zehrt.“ Die Kontinuität sieht er als ganz zentralen Aspekt bei der Arbeit des Vereins und bei der Weihnachtsaktion.

Zum Abschluss der Einsammelaktion war Eva Klingenberg im Kindergarten Sonnenschein in Hohenried. Dort haben die Kinder große und kleine Karten gestaltet und die Erzieherin hat ein litauisches Weihnachtsgedicht aufgeklebt. Die größeren Weihnachtskarten können nun als Deko verwendet werden: „Ich schicke einfach eine Schur mit und Holzwäscheklammern, dann können sie die Karten aufhängen.“ Die Sonderschule in Kaunas, in der circa 200 behinderte Kinder leben, ist ein „gräusliges, altes Gebäude aus den 60ern mit grauen Wänden und gewellten Linoleumböden, so richtig trist“, findet Eva Klingenberg, „da macht sich das super in den Gängen als bunter Lichtblick auf Weihnachten.“

In der vergangenen Woche kurz vor Nikolaus kam die Litauer Spedition TL Nika mit einem Kleinbus nach Hohenried und transportierte die Kartons mit den Karten zu den Einrichtungen. Das nahm der Vereinsvorsitzenden eine große Sorge ab: „Es hat mir schlaflose Nächte bereitet: Ich habe versucht, einer Freundin in Litauen ein Paket zu schicken vor zweieinhalb Monaten und es ist nun zum zweiten Mal wieder hier bei mir. Ich hatte so Panik, dass diese wundervollen Weihnachtskarten nicht rechtzeitig ankommen oder gar nicht – oder zu Ostern.“ Der Kontakt zu der Spedition kam über den litauischen Honorarkonsul Benjamin Wittstock zustande, den die Hohenriederin einfach anrief. Wittstock war zum 20. Vereinsjubiläum in Schrobenhausen und erinnerte sich gut an Evas Vater und Vereinsgründer Manfred Schwaack. Der Honorarkonsul schlug die Spedition vor und vermittelte den Kontakt zu Mitarbeiterin Diana Wirtz: „Sie wusste, es ist schwierig, aber rief ein paar Tage später wieder an und meinte: Wir schicken das mit unserem Kleinbus“, erzählt Eva Klingenberg und atmet erleichtert aus: „Da war ich so froh!“

Inzwischen sind die Kartons mit den Karten in Litauen angekommen, werden mit den Geschenktüten verpackt und dann an die Kinder überreicht. „Es war uns ganz wichtig, dass die Verbindung nicht abreißt von den Schrobenhausener Kindern nach Litauen“, sagt Sven Klingenberg und Eva Klingenberg setzt den Gedanken fort: „Ich hatte den Eindruck, dass das Gestalten und für jemand anders etwas zu machen die Kinder zur Ruhe bringt und sie nochmal überlegen, was es ausmacht im Leben. Ich glaube, es hat ihnen gutgetan, Freude zu bringen und etwas Schönes zu machen für andere Menschen.“

[Den Zeitungsartikel auf der Website des Donaukurier lesen]

Bauer AG spendet 12000 Euro für soziale Zwecke

Bauer AG spendet 12000 Euro für soziale Zwecke

Bauer AG spendet an die Kinderhilfe Litauen, den Caritasverband, die Fips Kinderkrankenpflege und die Rumänienhilfe

Schrobenhausener Zeitung, 02.11.2020

Foto: Bauer AG

Bauer AG spendet 12000 Euro

Schrobenhausen – Für die Bauer AG ist es längst zu einer guten Tradition geworden, in der Weihnachtszeit auf Geschenke für Kunden und Geschäftspartner zu verzichten und stattdessen soziale Einrichtungen in der Region zu unterstützen. Jeweils 3000 Euro gingen in diesem Jahr an den Caritasverband Neuburg-Schrobenhausen an den Verein Kinderhilfe Litauen, an die Fips Kinderkrankenpflege gGmbH
und an die Humanitäre Hilfe des BRK-Kreisverbands Neuburg-Schrobenhausen. „Gerade jetzt kommt es darauf an, dass wir zusammenrücken, sagte Bauer-Finanzvorstand Hartmut Beutler im Rahmen der Übergabe. „Mit unserer Spende möchten wir uns bei denen bedanken, die auch in dieser außergewöhnlichen Zeit mit anpacken und helfen, wo sie gebraucht werden.“
Der Verein Kinderhilfe Litauen möchte die Lebensumstände der Menschen – vor allem die der Kinder – im Süden der drei baltischen Staaten verbessern.
Eine besondere Herzensangelegenheit ist der jährliche Weihnachtstransport nach Litauen, der wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr in etwas anderer Form stattfindet. Eva Klingenberg, erste Vorsitzende des Vereins, erklärte, wofür die Weihnachtsspende von Bauer unter anderem eingesetzt wird: 

„Wir finanzieren den von uns unterstützten Litauischen Schulen und Kindergärten die Beschaffung und Befüllung von Weihnachtstüten für jedes Kind vor Ort. Damit der Bezug zum Schrobenhausener Land und seinen Menschen auch in dieser Zeit besonders spürbar ist, konnten wir viele Schulen und Kindergärten aus der Region dafür gewinnen Weihnachtskarten zu gestalten. Diese versenden wir in Kürze nach Litauen, damit jeder Weihnachtstüte auch ein persönlicher Weihnachtsgruß beigelegt werden kann.“
Wofür die Weihnachtsspende verwendet wird, steht bei der Humanitären Hilfe des BRK Kreisverbandes Neuburg-Schrobenhausen ebenfalls bereits fest: Seit vielen Jahren initiiert die gemeinnützige Organisation Unterstützungsprojekte in Rumänien. Neu ist, dass die Transporte jetzt mit rumänischen Speditionen abgewickelt werden. Roclica Leporda, selbst gebürtige Rumänin, kümmert sich dann vor Ort um die Verteilung an die verschiedenen Hilfsorganisationen. Trotz Corona konnten bereits vier größere Aktionen durchgeführt werden.
Mit dem Geld sollen nun weitere Hilfstransporte unterstützt werden. Eine weitere Spende ging an den Caritasverband Neuburg-Schrobenhausen: Hier werden Kühlschränke für das Caritashaus in Schrobenhausen angeschafft, an denen sich die Besucher anonym und kostenlos bedienen können. ,,Es freut uns, dass uns auch immer wieder Lebensmittelspenden erreichen“, erzählt Carolin Hainzinger, Leitung Begegnungsstätte und soziale Beschäftigung Schrobenhausen. „Damit können wir nicht nur die Not des Einzelnen lindern, sondern auch dabei helfen, das Wergwerfen von Lebensmitteln zu verhindern.“ Die Fips Kinderkrankenpflege gGmbH ist unter der Leitung von Birgit Schiedermeier erst in diesem Jahr an den Start gegangen. Der gemeinnützige Pflegedienst hat es sich zum Ziel gesetzt, die Familien ganz besonderer Kinder zu unterstützen: „Die Kinder, die wir betreuen, haben meist eine begrenzte Lebenserwartung“ , so Birgit Schiedermneier. Die Spende der Bauer AG soll für Planungen von Ausflügen und Unternehmungen mit den besonderen Kindern beziehungsweise mit deren Familien eingesetzt werden. SZ

[Der Artikel ist auch auf der Website des Donaukurier zu lesen]

[Mehr Informationen zur Weihnachtsaktion 2020 der Kinderhilfe Litauen]

Die Freudenbringer SZ August 2020

Die Freudenbringer

Allein im Schrobenhausener Land gibt es Hunderte Vereine, die sich mit allen möglichen Themen beschäftigen.

Manche tauchen öfter, andere seltener in der Schrobenhausener Zeitung auf. An dieser Stelle möchten wir möglichst vielen Vereinen ein Forum bieten.

Schrobenhausener Zeitung Samstag/Sonntag, 15./16. August 2020 SZ (Die Freudenbringer)

[Zum Originalartikel]

Die Freudenbringer Zeitungsartikel Vereine in und um Schrobenhausen

Welchen Zielen hat sich Ihr Verein verschrieben ?
Wir möchten die Lebensumstände der Menschen in Litauen verbessern. Das bedeutet zum Beispiel Renovierungen von Schulen, Kindergärten, Kinderheimen zu ermöglichen, die Anschaffung dringend benötigter medizinischer Geräte und Artikel, Spielplätze, Sportgeräte und vieles mehr. Vor allem aber wollen wir mit unserem jährlichen Weihnachtstransport Freude nach Litauen bringen. Wir sind unendlich dankbar über all die Unterstützung, die wir dabei über die Jahre von Kindergärten, con Schulen, vom Frauenbund Schrobenhausen und von so vielen Sponsoren erfahren haben.

Was sind die Höhepunkte im Vereinsleben ?
Da gibt es sooo viele, das wäre ja schon wieder einen eigenen Bericht wert. Zum Beispiel die Verleihung des Georgius Ordens posthum für meinen Vater, den ich 2015 entgegennehmen durfte, die Jubiläumsfeiern zum 20. und 25. Oder aktuell die schnelle und unkomplizierte Umsetzung des Projekts mit den Rotariern zur Beschaffung eines Transportfahrzeugs für die behinderten Kinder der Sonderschule in Kaunas.

Was war das schönste Ereignis im Vereinsleben, an das Sie sich persönlich erinnern ?
In den 25 Jahren unserer Vereinsgeschichte hatten wir das große Glück, unzählige tolle und schöne Dinge erleben und erfahren zu dürfen. Es fällt wirklich schwer, da die Highlights heraus zu picken. Natürlich denken wir unter anderem an Aktionen wie den Rotary RUn, den Weltrekordversuch im Simultanküssen, unsere Vereinsfeste, die unglaublich tolle und nachhaltige Einsatzbereitschaft der Menschen in und um Schrobenhausen, aber auch von neuen Unterstützern, die uns ganz unerwartet gefunden haben, wie zum Beispiel die Mitfahrer der Baltic Sea Rallye.
Am schönsten ist aber wirklich das Erlebnis, zusamen mit unseren engagierten Mithelfern den Weihnachtstransport auf die Beine zu stellen und dann in LItuaen die Freude und Dankbarkeit der Menschen vor Ort erleben zu dürfen. Das Strahlen der Kinder und die Begeisterung über unsere Geschenke gehen einfach ans Herz.

Haben Sie spezielle Wünsche ?
Oh ja. Vor kurzem haben wir erfahren, dass die Humanitäre HIlfe ihren 40-Tonner-Lastzug verkauft hat, den sie uns immer für unseren Weihnachtstransport zur Verfügung gestellt hat. Wir würden uns riesig freuen, von einer Spedition oder einem anderen Unternehmen einen Lastzug gestellt zu bekommen …

Welche Rolle spielt bei Ihnen die Jungendarbeit ?
Jugendarbeit ist ein gutes Stichwort. Wir haben keine eigene Jungendabteilung, wir würden und aber sehr über jüngere Mitglieder und Unterstützer freuen.

Wo sehen Sie Ihren Verein in zehn Jahren ?
Weiterhin aktiv. Wobei Gutes, Bewährtes und Geschätztes weitergeführt und immer wieder mit kreativen und engagierten Menschen um neue Ideen ergänzt wird.

Vorsitzende Eva und Sven Klingenberg

Kinderhilfe Litauen
Gründung: Der Verein wurde 1994 von Manfred Schwaak in Oberlauterbach gegründet der als Junge in der Kriegs- und Nachkriegszeit fünf Jahre in Litauen lebte und dort sehr viel Liebe und Unterstüzung erfuhr.
Größe: 55 Mitglieder. Neuzugänge sind jederzeit willkommen.
Finanzierung: Ausschließlich durch Mitgliederbeiträge und Spenden
Kontakt: Eva Klingenberg (im Bild mit Ehemann Sven), info@kinderhilfe-litauen.de oder telefonisch unter der Nummer (08454) 914 30 30.
Im Netz: www.kinderhilfe-litauen.de

Gemeinsames Engagement: Beladen eines Lkw vor der Abfahrt zum Weihnachtstransport nach Litauen.
Kneippweg, Barfußweg beim Kinderheim Kaunas
Nikoletta verteilt Geschenke Weihnachtstransport Kinderhilfe LItauen
Bub im KInderkrankenhaus Klaipeda freut sich über Geschenk Weihnachtstransport Kinderhilfe Litauen Die Freudenbringer

Gemeinsames Engagement: Beladen eines Lkw vor der Abfahrt zum Weihnachtstransport nach Litauen.

Momentaufnahmen: links die Einweihung des Kneipp-Pfades in der Sonderschule Kaunas, in der Mitte eine Weihnachtsaktion und rechts ein Kind, das aus Schrobenhausen Geschenke erhielt.

Übergabe Transporter (Aktion Rotarier Schrobenhausen) und Geschenke Weihnachten 2019

Ein Bild aus dem vergangenen Winter, als viele Geschenke und ein behindertengerechter Transporter für die Sonderschule in Kaunas in Kooperation mit den Rotariern übergeben wurde.

Viele helfende Hände für Litauen

Viele helfende Hände für Litauen

Eva Klingenberg stellte bei der katholischen Erwachsenenbildung die Kinderhilfe vor

von Franz-Josef Mayer, Schrobenhausener Zeitung, 11.02.2020

Zum ersten Mal im Leben eine Tafel Schokolade

Schrobenhausen – Seit mehr als 25 Jahren unterstützt der Verein Kinderhilfe Litauen mehrere Einrichtungen im südlichen der drei baltischen Staaten.

In einer Veranstaltung der Katholischen Erwachsenenbildung stellte Vorsitzende Eva Klingenberg das Projekt vor, das ihr Vater Manfred Schwaak gegründet hatte.
Eva Klingenberg gab eine kurze Skizze des Landes Litauen, das die meiste Zeit seiner Geschichte vom großen Nachbarn Russland bedrängt war und im Zweiten Weltkrieg unter der deutschen Terrorherrschaft zu leiden hatte. Die Phasen der Eigenständigkeit im 19. Jahrhundert währten nicht lange, erst nach 1990 konnte sich das Land – in der Fläche etwas kleiner als Bayern – staatlich neu entwickeln. Es gehört seit 2004 zur Europäischen Union, der Euro ist Währung seit 2015.

Die Kinderhilfe Litauen hat eine weit zurückliegende Vorgeschichte, eine Familiengeschichte. Initiator war der mittlerweile verstorbene Manfred Schwaak, der seine Rettung zu Kinderzeiten am Ende des Zweiten Weltkriegs nie vergessen hatte. In einer Familie mit vier Kindern erlebte er im damaligen Ostpreußen die Fluchtbewegungen vor dem Herannahen der Russen. Der Vater war an der Front, die Mutter begab sich aus der Gegend um Königsberg mit den Kindern auf die Flucht, aber sie selber und das kleinste Kind überlebten nicht. Damit waren drei Kinder alleine, schlugen sich im benachbarten Litauen zeitweise durch die Wälder und wurden schließlich von Familien aufgenommen.

Später wurden sie als Deutsche erkannt und kamen in die russische Besatzungszone, endlich über den Suchdienst des Roten Kreuzes zum überlebenden Vater nach Bayern. Manfred Schwaak nahm sich vor: „Sollte Litauen einmal frei und zugänglich werden, fahre ich sofort dort hin! “ Nach dem Zusammenbruch der UdSSR setzte er diesen Plan um und traf auf die primitiven Verhältnisse, die der Sozialismus überall in Osteuropa hinterlassen hat. Er fand nicht nur die Familie, die ihn als Kind beschützt hatte, er fand auch eine Aufgabe – Hilfe für Kinder in Litauen. Viele öffentliche Einrichtungen waren in einem desolaten und hoffnungslosen Zustand, erste Adresse war eine Klinik für Kinder mit Behinderung.

Mit einer Zeitungsanzeige suchte Schwaak erste Verbündete und diese wurden im Lauf der Jahre immer mehr. Im ganzen Raum Schrobenhausen fand er Zuspruch. In den folgenden Jahren kamen – vermittelt über Kindergärten und Schulen – aus Familien Sachspenden, die Aktion wuchs weiter an, der Umfang benötigte schließlich immer größere Transportfahrzeuge bis hin zum Sattelschlepper des Roten Kreuzes. Viel Arbeit leisteten die Mitglieder des Katholischen Frauenbunds, die über Jahre hin im Herbst die zahlreichen Spenden verpackten.

Manfred Schwaak hatte viele Ideen, um mit Aktionen und Events Gelder für die Kinderhilfe zu erlösen; es gab Benefizkonzerte oder auch einmal das Simultanküssen für einen Rekord. Aktionen des Rotary Clubs Schrobenhausen-Aichach spielten größere Geldbeträge ein, und immer neue Helfer machten die weite Fahrt in den Norden mit und erlebten die Freude über alle Unterstützung vor Ort, es entstand ein eigener Teamgeist. Übers Internet stießen Rallye-Freunde aus dem Allgäu auf die Kinderhilfe, brachten auf ihrer Nordlandfahrt um die Ostsee-Hilfsgüter ans Ziel und sorgten ganz originell für das Bällebad eines Therapieraums in einem Kinderheim. Einmal gelang es gar, die Spitzen des Deutschen Fußballbunds einzubinden. Zu den konkreten Hilfen zählen viele Aktionen, mit denen Kinder zu Weihnachten beschenkt wurden, aber bedeutsamer sind wohl die baulichen und technischen Verbesserungen so in Schulen oder Kliniken.

Eva und Sven Klingenberg stellten in Bildern und einigen Videos dar, wie sich die Aktionen mit viel Arbeitseinsatz abspielen und wie vor Ort in Litauen frohe Kinderaugen und dankbare Empfänger in Schulen und Einrichtungen erscheinen. Im Bild erinnerte Eva Klingenberg auch an ihren verstorbenen Vater und an die ebenfalls verstorbenen Unterstützer Toni Drexler und Toni Euba. Am Ende der Veranstaltung war zu spüren, dass der Funke wieder einmal übergesprungen ist; nicht wenige unter den 40 Zuhörern – darunter auch erfahrene Helfer – waren sich einig, die Kinderhilfe Litauen zu unterstützen.

Zum ersten Mal im Leben eine Tafel Schokolade
Zum ersten Mal im Leben eine Tafel Schokolade

Rotary Club und Litauenhilfe haben 1 Fahrzeug spendiert

Kleiner, feiner Transport

Rotary Club und Litauenhilfe haben der Sonderschule in Kaunas ein Fahrzeug spendiert

von Ute De Pascale von 13.12.2019

Zum ersten Mal im Leben eine Tafel Schokolade

Statt eines großen, mit Weihnachtstüten aus dem Schrobenhausener Land gepackten Transports hat die Kinderhilfe Litauen heuer eine etwas kleinere nicht minder feine Tour auf die Beine gestellt. Unterstützung gab es dabei vom Rotary Club Schrobenhausen-Aichach, auch in persona von Präsident Gerhard Lehrberger und Alexander Bunk, dem Govenor des Rotary-Distrikts 1841. Die beiden brachten ein ausgesprochen praktischen Weihnachtsgeschenk nach Litauen: einen Transporter, groß genug, um darin 4 Rollstühle transportieren zu können.

Wie dringend man ein derartiges Gefährt in der Sonderschule in Kaunas gebrauchen könnte – beinahe hätte Litauenhilfe-Vorsitzende Eva Klingenberg das nie erfahren. Zu groß waren Schulleiter Darius Griezes Skrupel, mit diesem Wunsch an sie heranzutreten. Schließlich habe die Litauenhilfe ja schon so viel für seine Schule getan … Andererseits: Mit mehreren Kindern, die auf den Rollstuhl angewiesen sind, gleichzeitig losziehen zu können, um die Kleinen auch mal rauszuholen au dem grauen, tristen Gebäude, hinaus in die Natur – das wäre schon sensationell, erzählte Grieze der Litauenhilfe-Vorsitzenden dann doch.

Wie so oft griff auch diesmal ein Rädchen ins andere, sorgten mehrere Menschen an unterschiedlichsten Stellen dafür, dass der Fahrzeugtransfer zustnde kommen konnte. Eine von ihnen: Conny Rassar. „Von dem Fahrzeug, das Conny für uns organisiert hat, waren die Rotarier um Martin Kaltenegger auf Anhieb derart begeistert, dass sie die Anschaffung sofort eintüteten“, erzählt Eva Klingenberg. Auch einen riesigen, bedauerlicherweise aber etwas läsdierten Kuschelhai hat Conny Rassat für die Kinder aufgetrieben – dem dann wiederum Schneiderin Rita Schefthaler eine „Operation“ verpasste.

Weil mit einem leeren Fahrzeug loszugondeln ja nicht so effektiv ist, wurde im Kreise der Rotarier die Werbetrommel gerührt, sodass sich Gerhard Lehrberger und Alexander Bunk mit einem mit Kleidung, Rollstühle, Spielzeug und Musikinstrumenten vollgepackten Transporter auf den Weg gen Kaunas machten. 16 Stunden und 1500 Kilometer später stand dannfest: „Das Fahrzeug hat sich bestens bewährt“, sagt Lehrberger.

Die Sonderschule in Kaunas erlebten er ud Alexander Bunk als einen Bau mit schlechtem Mauerwerk und „katastrophalen“ Fenstern. Darüber hinaus gäbe es Räume, „die nach unserem Ermessen fast nicht zumutbar sind.“ Zwar sein man vielleicht nicht unbedingt aus dem Niveau eines Entwicklungslandes, sei auch das Denken – anders als nach dem Zusammenbruch des Kommunismus unbedingt zu erwarten – durchaus europäisch und das Gebäude grundsätzlich gepflegt, versucht Lehrberger die EInrichtung in Kaunas näher zu beschreiben – vieles sei jedoch massiv veraltet.

Eine hohe Meinung hat Lerberger von den Betreuern, die als liebevolle Menschen beschreibt, die sich mit viel Engagement um ihre Schützlinge bemühen. „Die Leute machen einen sehr intensiven Job, auch im Kindergarten“, hat er beobachtet. Bespielsweise für Eltern mit einem dreijährigen Kleinkind, das schwerstbehindert ist, bedeute diese Einrichtung eine enorme Stütze.

Auch wenn die Litauenhilfe beeits deutliche Spuren hinterleiß, beispielsweise gut ausgestattete Räume für therapeutische Zwecke auf das Konto des Schrobenhausenr Vereins gehen – zu tun git es nach wie vor eine Menge. „Gerade unsere Aktion mit Übergabe des Behindertnfahrzeugs hilft der Schule sehr“, ist Lehrberger überzeugt.

Auch für den Rotary Club selbst ergab sich übrigens eine wunderbare Fügung: Gerhard Lehrberger und Alexander Bunk lernten Rotarier aus lokalen Clubs kennen. Wir haben damit auch eine Brücke zu den dortigen Rotariern gebaut“, freut sich Lehrberger, der sich davon eine Art „schneeballefeekt“ hinsichtlich der Hilfe für das Heim erhofft. Und tatsächlich verständigte man sich gleich darauf, auch eigene Projekte zu entwickeln.

„Gerade jetzt vor Weihnachten war es mir ein besonderes Anliegen, Menschen eine Freude zu bereiten“, sagt Gerhard Lehrberger. „Wir helfen, wo es geht. Wenn in so schöner Weise, wie durch die Zusammenarbeit mit der Kinderhilfe Litauen – umso besser.“ Zwar gebe es bei den Roatriern diesbezüglich keinen Automatismus, fördere man eher Einzelprojekte, dennoch kann er sich eine erneute Zusammenarbeit mit dem Team um Eva Klingenberg gut vorstellen. Die hört das atürlich gern. „Die Rotarier und wir – das ist eine schöne, erfolgreiche Geschichte.“

Auf die innigst geliebten Weihnachtstüten aus Schrobenhausen müssen übrigens auch die Kinder in den weiteren von der Litauenhilfe unterstützten Einrichtungen nicht verzichten. Heuer läuft as nur ein bisschen anders ab: Mit Geldern des Vereins werden vor Ort kleine Geschenke angeschafft und verteilt – womit die Kinderhilfe Litauen auch heuer wieder ein klein wenig weihnachtlichen Zauber in das Leben kleiner Litauer bringt.

Den vollständigen Artikel zu Rotary Club und Litauenhilfe können Sie im [Donaukurier] nachlesen.

Schrobenhausener Bank verteilt 25000 € an soziale Projekte

Schrobenhausener Bank verteilt Spenden 

aus ihrem Gewinnsparzweckertrag an 40 Vereine und gemeinnützige Institutionen

Von Günter Preckel in der Schrobenhausener Zeitung vom 10.12.2019

Spendenübergabe Carlo Hofstetter an Eva Klingenberg

Die Kinderhilfe Litauen freut sich RIESIG über 750 Euro:-) !

Vertreter von 40 Vereinen, sozialen Einrichtungen und gemeinnützigen Institutionen aus dem Geschäftsgebiet der Schrobenhausener Bank durften sich freuen: Sie kamen jetzt auf Einladung des Geldinstitutes ins Casino der Bank, um Geld in Empfang zu nehmen. 25 000 Euro konnten aus dem Gewinnsparzweckvertrag der Genossenschaft ausgeschüttet werden.

„Wir unterstützen so aktiv die ehrenamtliche und soziale Arbeit vor Ort“, begrüßte Direktor Carlhans Hofstetter seine Gäste, unter ihnen ach Wirtschaftssekretär Roland Weigert, der sich im Anschluss nach der Übergabe von Briefumschlägenn mit barem Inhalt, eifrig mit dn Spendenempfängern unterhielt.

„In diesem Sinne legen wir los“, sagte Hofstetter, der von Prokurist Christoph Appe bei der Verteilung unterstützt wurde. Freude kam auch bei den Gewinnern des Sparens aus dem Geschäftsbereich der Schrobenhausener Bank auf, denn gleich mehrere Preise entfielen bei den Ziehungen auf Kunden der Bank, darunter sogar ein Gewinn in Höhe von 10 000 Euro.

Die Spendenempfänger in diesem Jahr: FC Türkenelf Schrobenhausen, Jägerblut Handzell, FSG Schrobenhausen, Schromlachia, FC Schrobenhausen, Schützenverein Einigkeit Steingriff, TSV Pöttmes, Grundschule Gachenbach, Michael-Sommer-Mittelschule, Katholische Erwachsenenbildung Neuburg-Schrobenhausen, Caritas Tagesstätte Aufstieg, Tennisclub Schrobenhausen, Sportclub 1967 Mühlried, Kegelclub Pöttmes 1919, 

Katholisches Pfarramt St. Peter Sandizell, Städtepartnerschaftsvereine Schrobenhausen, TSV Weilach, Alevitische Gemeinde Augsburg, Gymnasium Schrobenhausen, BRK Kreisverband Neuburg-Schrobenhausen, Feuerwehr Weilenbach, SSV Schrobenhausen, Schrobenhausener Tafel, Freunde der Alten Musik, Kreisverkehrswacht Neuburg, Kinderhilfe Litauen, Schützenverein 1961 Edelshausen, Psych. Beratungsstelle für Ehe, Familien- und Lebensfragen, Katholische Filialkirchenstiftung Weilach, Feuerwehr Deinhausen, Katholische FIlialkirchenstiftung Mariä Verkündigung, Gymnasium Schrobenhausen, Sozialstation Neuburg-Schrobenhausen, Gemeinde Gachenbach, Feuerwehr Stadt Schrobenhausen, Schrobenhausener Tafel, Regens-Wagner-Berufsschule Schrobenhausen mit Außenstelle Hohenwart.

Zeitungsartikel zu Spendenübergabe durch Schrobenhausener Bank

Kurzfilmfestival Schlüssel für Behindertenbus übergeben

Kurzfilmfestival Schlüssel für Behindertenbus übergeben

Rotary-Club Schrobenhausen-Aichach unterstützt die Kinderhilfe Litauen

(gdr), Aichach, Oktober 2019

Kurzfilmfestival Aichach Schlüsselübergabe Behindertenbus durch Rotaryclub Aichach-Schrobenhausen

Seit 25 Jahren unterstützt der Rotary-Club Schrobenhausen-Aichach den Schrobenhausener Verein Kinderhilfe Litauen. Während des Filmfestivals in Aichach übergaben die Rotarier Vereinsvorsitzender Eva Klingenberg die Schlüssel für einen Behindertentransporter mit vier Plätzen

Kurzfilmfestival Aichach Out of Rosenheim und Marianne Sägebrecht

Beim Aichacher Kurzfilmfestival war auch die beliebte Schauspielerin Marianne Sägebrecht anwesend. Die Menschen waren sehr begeistert.

Das Kurzfilmfestival der Rotarier ist eine Benefizveranstaltung. Unterstützt wurden hierdurch auch die Hospizeinrichtungen in Aichach und Schrobenhausen. Ein Thema, das auch Marianne Sägebrecht am Herzen liegt. Sie engagiert sich seit Jahren in der Hospizbewegung. Auch ihr neuestes Buch „Ich umarme den Tod mit meinem Leben“ handelt davon.

[Mehr zum Rotary Club Schrobenhausen-Aichach]

Kinderhilfe Litauen feiert 25-jähriges Jubiläum

Kinderhilfe Litauen feiert 25-jähriges Jubiläum

„Es war sein Lebensinhalt“, sagt Eva Klingenberg über ihren Vater Manfred Schwaak. Vor 25 Jahren hat er die Kinderhilfe Litauen gegründet. Nicht die Einzige, aber eine der weitreichendsten seiner unzählbaren Ideen: Mit hierzulande liebevoll gepackten Weihnachtspäckchen wollte Manfred Schwaak kleinen Litauern ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

SZ Extra Oktober 2019

Zum ersten Mal im Leben eine Tafel Schokolade

Wie tief die Erlebnisse zeitlebens in ihm gesteckt haben müssen, lässt sich nur erahnen: Manfred Schwaak war eines der sogenannten „Wolfskinder“, die nach der Vertreibung der Deutschen aus Ostpreußen eltern- und heimatlos, frierend, hungernd, wie kleine Wölfe durchs Land streunten. Meinte es das Schicksal gut mit den Kleinen, trafen sie auch mitfühlende Menschen. Manfred hatte dieses Glück – und nie vergessen, was die Litauer damals für ihn taten. Aus Dankbarkeit gründete er vor 25 Jahren die Kinderhilfe Litauen.

Zur Dankbarkeit gesellten sich Herzblut, Liebe zu Land und Leuten – und nicht zuletzt ein enorm umtriebiger Geist. Im Vorgriff auf das 25-jährige Jubiläum hat Eva Klingenberg, die Tochter Manfred Schwaaks, durch das von ihrer Mutter sorgfältig archivierte Material gewühlt, hat Briefen, Fotos, Zeitungsschnipsel en masse gesichtet. Und dabei kleine Kostbarkeiten wie diese entdeckt: eine handgeschriebene Bestätigung an die „Leiter der Zollstellposten Litauen“, oder ein Schreiben von der Botschaft der Republik Litauen an der Leiter des Grenzschutzamts, den Transport mit „humanitärer Hilfe des Herrn Manfred Schwaak außer Reihe“ durchzulassen. Oder die Bittschrift von Edelgard Vogt, mit der sie sich an die Eltern ihrer damaligen Schüler wandte, womit sie der Litauenhilfe enormen Aufwind verschaffte. So gut wie alle Schulen im Schrobenhausener Land haben die Litauenhilfe im Lauf der Jahre unterstützt, zuvorderst mit den berühmten Weihnachtspäckchen – unzählige davon haben hiesige Kinder für ihre Altersgenossen in Litauen in den vergangenen 25 Jahre gepackt.

An die Anfänge erinnert sich Eva Klingenberg noch gut zurück. „Ich war damals 15, die ganze Familie war eingespannt. Für uns war das sehr fordernd, es hat unseren Alltag extrem bestimmt.“ Vieles wurde improvisiert. Im Keller türmten sich die Spenden, Tüten über Tüten packte die Familie selbst. „Ich habe sie mit Sternchen bemalt und ‚Frohe Weihnachten‘ drauf geschrieben, erinnert sich Klingenberg. Die Arbeitsteilung im Hause Schwaak lief seinerzeit folgendermaßen: „Papa hat die Ideen rausgehaut, Mama hat das Backup im Hintergrund gemacht.“ Immer tiefer drang sie beim Recherchieren in das Lebenswerk ihres Vaters vor – immer noch stolzer wurde sie auf ihn. Dass Schwaaks Wirken auch an höheren Stellen nicht unbemerkt blieb, davon zeugen hochkarätige Auszeichnungen wie der Litauische Staatsorden am Bande vom damaligen Präsidenten Roland Paksas, das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten hierzulande, die Schrobenhausener Bürgermedaille oder der posthum verliehene Georgius-Orden.

„An Ideen hat es ihm nie gemangelt“, sagt Eva Klingenberg. „Er hat das ganze Jahr über Leute angeschrieben, Aktionen vorbereitet.“ Schwaak brachte Deutsche nach Litauen – und Litauer nach Deutschland. Und wer auch immer sich im Umfeld der Kinderhilfe in Richtung Litauen aufmachte, kam tief bewegt zurück. Unvergessen auch diese Aktion: der Weltrekord im Simultanküssen, den Manfred Schwaak anno 1999 auf die Beine gestellt hat; weltweit wurde darüber berichtet. „er hat es immer geschafft, die Leute für seine Sache zu begeistern“, weiß Eva Klingenberg. So auch den damaligen Präsidenten des Deutschen Fußballbundes Gerhard Mayer-Vorfelder, den Schwaak sogar für die Spendenübergabe im Kinderheim gewinnen konnte.

„Ihr Vater hat etwas Tolles begonnen, Sie machen es ebenso toll weiter“ – über Feedback wie dieses freut sich Klingenberg enorm. Wenngleich das alles andere als ein reiner Selbstläufer ist. Denn anders als ihr Vater, der kurz nach der Gründung der Litauenhilfe in den Vorruhestand ging und sich damit voll in sein Projekt stürzen konnte, hat sie ebenjenes mit Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen. Mit viel Engagement und Zeit – die freilich andernorts abgeht – und noch mehr Herzblut klappt das auch. All die Menschen, die dem Verein immer und immer wieder unter die Arme greifen, tun ein Übrigens. Einer davon: Sven Klingenberg. „Hut ab vor meinem Mann, dass er das so mitträgt“, sagt Eva Klingenberg.

Das Thema war im Prinzip „von der Stunde null“ präsent, blickt Sven Klingenberg auf die Zeit zurück, in der er seine Frau kennen lernte. „Mein Schwiegerwater war ja ständig mit der Kinderhilfe beschäftigt.“ Immer tiefer sei er dann in die Lebensgeschichte Schwaaks eingetaucht – und auch zunehmend in die Arbeiten involviert worden. Anfangs waren das nur ein paar „Zuarbeitungsdienste“ oder Packhilfen vor den Weihnachtstransporten. Später kümmerte sich Sven Klingenberg vermehrt um Themen wir die Präsenz der Litauenhilfe im Netz. „Manfred war ja supergut im Kontakteknüpfen sowie im Pflegen von Kontakten“, erinnert sich Sven Klingenberg. Wie man einen E-Mail-Account einrichtet – bei derlei Aufgaben war Schwaak wiederum der Schwiegersohn behilflich. Den Grundgedanken hinter der Litauenhilfe fand Sven Klingenberg „immer schon toll“. Irgendwann kam der erste Besuch in Litauen, erste Treffen mit den Menschen dort.

Und es kam der Tag, an dem sich alles änderte: der Unfalltod von Manfred Schwaak. Mit der Entscheidung, die Kinderhilfe damals, vor 5 Jahren, voll und ganz zu übernehmen, „waren wir erst mal komplett überfordert“, gesteht Sven Klingenberg heute. „Auch in dieser ganzen Trauer, als so viel Emotionales auf einen eingeprasselt ist. „Selbstverständlich habe man abgewägt: Familie, Jobs und Litauenhilfe – schafft man das alles parallel ? Letztendlich habe sich aber jeder Gedanke an ein Aus der Kinderhilfe „nicht richtig angefühlt“, sagt Klingenberg. „Also haben wir gesagt; Wir machen das ; wir wollen nicht, dass das aufhört, wir übernehmen diese Verantwortung.“

Es folgte der erste Weihnachtstransport unter der Regie seiner Frau. „Eine emotionale Riesenherausforderung, die sie super gemeistert hat“, blickt Sven Klingenberg zurück. Ein Jahr später war man bereits „einen Riesenschritt weiter. Es wurde leichter nach und nach.“

Mittlerweile haben die Klingenbergs haben die Klingenbergs den Verein neu strukturiert, allerdings – das liegt Sven und Eva Klingenberg am Herzen – immer und absolut im Sinne von Manfred Schwaak. „wir machen heute viel Projektarbeit“, erzählt Eva Klingenberg, als Vereinsvorsitzende, als Vereinsvorsitzende lenkt sie heute die Geschicke der Kinderhilfe Litauen. „Die letzten Monate waren sehr erfolgreich“, freut sie sich. Für Riesenjubel sorgte beispielsweise Frank Tyschler aus Bautzen bei den kleinen Litauern, indem er ihnen ein Bällebad spendierte.

Doch die Liste dessen, was die Litauenhilfe bereits erfolgreich angepackt ist noch so viel länger: die Einrichtung von Antiaggressions- oder Bastelräumen, einen Kneipp-Pfad zu bauen, Hilfe fürs Gemeindehaus in Naujiena oder Equipment zum Musizieren finden sich darauf. Sport- und Spielplätze wurden hergerichtet oder ein Computerraum auf Vordermann gebracht. „Aktuell haben wir ein tolles neues Projekt am Start“, freut sich Klingenberg: Nach „wilden Recherchen“ und mit toller Unterstützung der Rotarier kann sie in Kürze einen dringend benötigten Transporter übergeben, mit viel Platz für Rollstühle.

Rechtzeitig zum 25-jährigen freut sich die Vorsitzende aktuell über exakt 50 Mitglieder im Verein – Neuankömmlinge sind freilich nach wie vor jederzeit sehr willkommen. Worüber man besonders glücklich wäre: „Junge Menschen mit Zeit“, meint Eva Klingenberg schmunzelnd, „man muss ja träumen dürfen.“

Unglaublich schön sei es gewesen, in Vorbereitung auf die 25-Jahr-Feier das mit so viel Liebe geführte Lebenswerk ihres Paps Revue passieren zu lassen. Wobei Eva Klingenberg ihren Blick längst schon wieder Richtung Zukunft gerichtet hat. Denn, obwohl sich mit Unterstützung der Litauenhilfe schon vieles gebessert hat: „Es gäbe noch viel zu tun.“ Genügend Ideen schirren ihr dazu allemal durch den Kopf.

Alleine umsetzen kann sie die selbstverständlich nicht. „Die Unterstützung der Menschen wird gefühlt immer noch mehr“, freut sie sich. Übrigens auch im eigenen Haus. Gemeinsam mit einer Freundin hat Klingenbergs Tochter Lucia erst neulich Getränke gemixt, für einen Euro pro Stück in der Nachbarschaft angepriesen – und dabei doch glatt stolze 15,97 Euro für die Kinderhilfe eingenommen. „Die zwei haben sich gefreut wie Schnitzel“, erzählt Eva Klingenberg, und fügt hinzu: „Opa wäre begeistert.“

Auch vor der eigenen Haustür tummeln sich nicht wenige, die der Kinderhilfe immer wieder unter die Arme greifen. „Die Hohenrieder stehen schon seit Jahren voll hinter uns!, versichert Eva Klingenberg. „Ich bin total erfüllt von der Hilfsbereitschaft. „Die kommt mal in Form von Geschenken für die Litauer daher, die mir nichts, dir nichts vor der Tür auftauchen, oder als Geldschein, der Klingenberg zugesteckt wird; oder ganz aktuell durch Outdoorsporteln in Hohenried zugunsten des Vereins.

Ein Transport kommt in diesem Jahr allerdings nicht zustande. „So leid mir das tut – ich krieg es heuer nicht hin“, bedauert Eva Klingenberg. Und dennoch hat sie einen Plan; Mit Geldern des Vereins werden die Verantwortlichen vor Ort unterstützt, um den kleinen Freunden eine Freude zu bereiten. Hängen lässt die Litauenhilfe ihre Schützlinge also auch dieses Weihnachten nicht.

Spende St. Felicitas Schwesternschaft Hörzhausen

7000 Euro für 15 Einrichtungen

Vorstand der St. Felicitas-Schwesternschaft spendet Verkaufserlöse der Hausflohmärkte

Do/Fr 30./21.05.2019 Schrobenhausener Zeitung (SZ)
Fritz Endres

Vorstand der St. Felicitas-Schwesternschaft spendet Verkaufserlöse der Hausflohmärkte

7000 euro aus dem Erlös der Hausflohmärkte im ehemalien Alten- und Pflegeheim im Januar hat der Verein St. Felicitas-Schwesternschaft Hörzhausen an 15 sozial caritative Einrichtungen, Verbände und Vereine gespendet: (vorne v.l.) Inge Eberle, Schwester Sophie Herrler und Josef Moll vom Vorstand des gemeinnützigen Vereins. Foto Endres

Hörzhausen

Das ehemalige Alten- und Pflegeheim der St. Felicitas-Schwestern in Hörzhausen ist Geschichte (wir berichteten). Die Immobilie wurde verkauft – auf dem Areal sollen nun Häuser gebaut werden. Vor dem Verkauf wurden bei mehreren Hausflohmärkten alle Einrichtungsgegenstände und Möbel verkauft. Der Vorstand der St. Felicitas-Schwestern sagte zu, die Verkaufserlöse aus der Aktion an sozial caritative Einrichtungen zu spenden. In einer kleinen Feier im Pfarrheim St. Martin wurden nun 7000 Euro an 15 Einrichtungen verteilt.

Die Vorsitzende der St. Felicitas-Schwesternschaft,Schwester Sophie Herrler, und ihre Stellvertreterin Inge Eberle hatten 15 Vertreter von sozial caritativen Einrichtungen aus Hörzhausen und Umgebung zu einem Empfang mit Spendenverteilung ins Pfarrheim St. Martin in Hörzhausen eingeladen. In Ihrer Begrüßung freute sich Inge Eberle, dass es der letzten verbliebenen Ordensfrau, Sophie Herrler gesundheitlich wieder gut geht und es ihr in ihrem neuen Domizil im Altenheim St. Georg in Schrobenhausen gefällt. „Sie wurden heute eingeladen um eine Spende in Höhe von 500 Euro für Ihren Verband oder Institution in Empfang zu nehmen“ begrüßte Eberle die Gäste zur Spendenübergabe. Der Verein hat Wort gehalten, die Verkaufserlöse und Spenden bei den Hausflohmärkten weiter zu geben.

Ohne die Unterstützung der Mitglieder des Vorstands des Vereins wäre dies nicht möglich gewesen. Viele freiwillige Arbeitsstunden wurden investiert. Ein wichtiger Bestandteil der St. Felicitas-Schwesternschaft ist laut Satzung laut Satzung die Unterstützung sozial caritativer Verbände. „Heute können wir 7000 Euro auf 15 Empfänger verteilen. Das ergibt einen Einzelbetrag von 500 Euro.Die Ministranten Hörzhausen und die Mutter-Kind-Gruppe teilen sich den Betrag auf. In den folgenden Jahren will der Verein einmal pro Jahr eine solche Aktion wiederholen. Als Termin ist der Gedenktag der heiligen Felicitas am 23. November vorgesehen, kündigte Inge Eberle an.

An folgende Verbände, Einrichtungen und Vereine wurde gespendet – sie wurden namentlich aufgerufen: Erika Johannson-Grube Alten- und Pflegeheim St. Georg; Else Heigl BRK-Humanitäre Hilfe; Milli Novak Caritas; Bernhard Peterke Freundeskreis Kreiskrankenhaus; Burgi Roth Hospizverein Neuburg-Schrobenhausen; Pfarrer Dominik Zitzler BDKI Augsburg; Jutta Krucker Kindergarten St. Martin Hörzhausen; Peter Schönherr Kinder- und Jugendhilfe St. Josef; Eva und Sven Klingenberg Kinderhilfe Litauen; Evi Schmidt-Deeg Kinderhilfe Tschernobyl Pöttmes-Schrobenhausen;Pater Ansgar Häusler Marianhiller Mission; Elias Leithmeier und Valentna Heigl Ministranten Hörzhausen; Josefine Tyroller Sozialstation; Verena Bartelmann Tafel Schrobenhausen. Die Vertreter der Spendenempfänger stellten sich kurz vor und erläuterten für welchen Zweck die Spende verwendet wird.

6 feierwütige Musiker beim Bogenrieder

6 feierwütige Musiker beim Bogenrieder – Paddy Whack spielen am 6. April in Waidhofen

Zeitungsartikel Ankündigung Paddy Whack spielt am 6. April im Gasthaus Bogenrieder Waidhofen
6 feierwütige Musiker beim Bogenrieder

Ein Abend mit Irish Folk

Die Band Paddy Whack spielt am 6. April beim Gasthaus Bogenrieder

Waidhofen (kx)  Paddy Whack, das sind 6 feierwütige Musiker, die in bester Pub-Tradition mit aberwitzigen Banjo-Läufen, fetten Akkordeonklängen, feurigem Trompetensound,verzerrten Gitarren und charismatische Gesang Irish-Folk-Rock produzieren. Zu hören sind sie am Samstag, 6. April, ab 20 Uhr beim Bogenrieder in Waidhofen.

Hochtanzbare Gute-Laune-Songs, in denen neben Folk und Punk zusätzliche Elemente aus Ska, Polka und Country zum Einsatz kommen. Das Repertoire der Band beginnt bei klassischen Traditionals wie Irish Rover und Whiskey in the jar. Daneben haben sie zahlreiche Hits der legendären Pogues und Eigenkompositionen im Programm.

Einlass zum Konzert ist ab 18:30 Uhr. Beginn um 20 Uhr. Karten gibt es beim Gasthaus Bogenrieder, Telefon(08443) 1033. Der Eintritt von 12 Euro wird an die Kinderhilfe Litauen aus Schrobenhausen gespendet.

Berührende Begegnungen im Gepäck

Berührende Begegnungen im Gepäck

So entspannt wie nie, obwohl zuvor so anstrengend wie nie – so das Resumee, mit dem Eva Klingenberg auf den diesjährigen Weihnachtstransport zurückblickt. Mit ihrem Kinderhilfeteam brachte sie im Schrobenhausener Land gesammelte Spenden nach Litauen, inklusive der vielen liebevoll gepackten Weihnachtstüten.

Von Ute de Pascale , Schrobenhausener Zeitung, 12.12.2018

Berührende Begegnungen im Gepäck

Anstrengend waren die Vorbereitungen auf den diesjährigen Weihnachtstransport vor allem deshalb, weil mit Toni Drexlers Tod eine enorm wichtige Stütze weggefallen war. Und entspannt wie nie, das bezieht sich darauf, dass während der Fahrt alles prima klappte – mal abgesehen von den Tücken des Objekts. Aber ein muckender Lkw, eine dientsverweigernde Heizung („Meine Füße wurden in Dresden warm“) oder sich selbständig machendes wie der Entlüftungsdeckel im Bus (der dann mit Klebeband fixiert wurde) oder ein zu Eva Klingenbergs Nikolettakostüm gehörende Bart (dr einfach ganz unorthodox nachgeknotet wurde) – derlei Unbill bringt das Litauenhilfeteam ganz sicher nicht vom großen Ziel ab: nämlich denen, denen es bei Weitem nicht so gut geht wie den meisten hierzulande, eine vorweihnachtliche Freude zu bereiten.

Den Eindruck, den bisher noch jeder von den Transporten mit nach Hause gebracht hat, den nahmen auch die neuen Unterstützer der Kinderhilfe Litauen mit nach Schrobenhausen: „Die Kinder sind so anhänglich: diese Lebensfreude, das Unverkrampfte, das ist einfach schön – und das haben auch meine Männer gespürt“, berichtet Eva Klingenberg. Andererseits kamen auch „ihre Männer“ Max Weigert, Josef Stegmayr, Stefan Schwarzbauer, Bernhard Koppold und Michi Bauer ausgesprochen gut bei den Litauern an. Beispielsweise in Klaipeda, wo es hieß: „Eva, Du hast die besten Männer von ganz Schrobenhausen: ach was, von ganz Europa!“ (Rasa Pangoniene, Übersetzerin aus Klaipeda)

Bei so viel Lob kann es schon mal sein, dass man über sich selbst hinaus wächst. Beispielsweise wenn es darum geht, bei einer der Willkommensfeiern eine öffentliche Rede zu halten. Schlussendlich habe sich „der Sepp erbarmt“, erzählt Eva Klingenberg – und dann tatsächlich wunderschöne Worte gefunden.

 

„Die Menschen machen es aus“, ist sie überzeugt. Und zwar auf beiden Seiten: Sei es in Schrobenhausen, bei Leuten wie jenen von der Caritas, die vor dem Transport derart flexibel waren, dass das Kinderhilfeteam sogar am eigentlich geschlossenen Samstagnachmittag nochmal nachpacken durfte – oder bei den Menschen in Litauen.

Nachdem sie nun bereits das vierte Mal da war, fühlt sich der Besuch für Eva Klingenberg mittlerweile wie Heimkommen an. Schließlich wird man ja auch sehnlichst erwartet. Von Paulus etwa, dem autistischen Jungen aus der Sonderschule, „der das ganze Jahr schon auf uns wartet“, ezählt Eva Klingenberg, dann von der 17-jährigen Aiste, oder von Emilijus, dem „süßen Jungen, der noch immer im Waisenhaus lebt“. Meist handelt es sich hier um Kinder alkohol- und drogenabhängiger Eltern, auch deshalb seien viele von ihnen nur schwer vermittelbar, berichtet Klingenberg. Umso schöner, wenn man ihnen eine kleine – oder manchmal sogar größere – Freude bereiten kann: denn für Emilijus gab es ein Kinderfahrrad. Ein derart prächtiges Geschenk ist freilich nicht für jedes der Kinder drin. Aber auch die kleineren, mitunter sogar mit lieben Gedanken auf die Reise geschickten Präsente kommen enorm gut an. Kuscheltiere zum Beispiel. „Dieses Greifen, Fühlen ist gerade für die behinderten Kinder oder die Kleinen im Kinderkrankenhaus unglaublich wichtig., weiß Eva Klingenberg. „Diese unglaubliche Freude über Kleinigkeiten, die enorme Dankbarkeit“ – etwa, wenn sie verkleidet als weiblicher Nikolaus, die Schrobenhausener Weihnachtstüten unter die kleinen wie größeren Litauer bringt – versetzt sie immer wieder in Staunen.

Bemerkbar macht sich diese Dankbarkeit oft an kleinen liebevollen Gesten. Dem extra für die Gäste aus Deutschland auf deutsche gesungenem „Oh Tannenbaum“ im Kindergarten Radastele zum Beispiel. Oder dem selbstgemalten Bild, das das Litauenhilfeteam von seiner neuen Station „Gemeinsamer Weg“ mit heim brachte.

Kreativität stand auch in der Sonderschule in Kaunas im Fokus. Als das Team da auf bastelnde und an Nähmaschinen – die übrigens Klingenbergs Vater, Litauenhilfegründer Manfred Schwaak, gesponsert hat – werkelnde Jungs traf, hätte sie ihre Männer „beinahe nicht mehr weggekriegt“, erzählt Klingenberg schmunzelnd. Auch im Waisenhaus habe sich jeder „auf meine Männer gestürzt. Auch da hab ich wieder gemerkt, wie wichtig und richtig es ist, dass wir da sind.“

Nicht nur ihren Mitfahrer zollt sie großes Lob, sondern auch Menschen, die der Litauenhilfe hinter den Kulissen unter die Arme greifen: Georgia aus Österreich zum Beispiel, die die Homepage www.kinderhile-litauen.de betreut – auf der sich kleine Schätze wie Eva Klingenbergs Reisetagebuch tummeln. Da berichtet sie auch Begegnungen, die vielleicht noch ein klein wenig besonderer sind als andere. „einmal kam ein Zwillingspärchen auf mich zu“, erzählt Eva Klingenberg, „ich schau nach rechts – stehen da genau zwei gleiche Tüten.“ Das Leben schreibe eben die besten Drehbücher, findet die Vorsitzende der Schrobenhausener Kinderhilfe Litauen. Und: „Ich glaub fast, manchmal hat Vater die Finger im Spiel, dass ich die richtigen Menschen zur richtigen Zeit treffe.“

Soziales Engagement unterstützt

Soziales Engagement unterstützt

Vorweihnacht der Guten Herzen: Bauer AG vergibt 10.000 € an sechs Organisationen in und um Schrobenhausen

Schrobenhausen (jsp)

Insgesamt 10.000 EURO der Schrobenhausener Bauer AG erreichen sechs Organisationen über die Vorweihnacht der guten Herzen. Die meisten Spenden, die Bauer-Finanzvorstand Hartmut Beutler persönlich überreichte, gehen in diesem Jahr diekt in die nähere Umgebung Schrobenhausens.
Neben dem Kinder- und Jugendhilfezentrum St. Josef werden die Caritas, Regns Wagner nd die Kinderhile Litauen bedacht. Dazu kommen in diesem Jahr die beiden Palliativteams im Wittelsbacher Land und in Ingolstadt, die sich ihre Spende von 2000 EURO teilen.

Eva Klingenberg von der Litauenhilfe freut sich über den Zuschuss, der wohl zum Teil für die Treibstoffkosten des jüngsten Hilfstransports ins Balitkum aufgebraucht wird. Darüber hinaus soll von dem Geld ein Kneipp-Pfad aufgebaut werden, damit die Kinder dort „mal ein bisschen Naturgefühl erleben in der grauen Betonwüste!, sagt Klingenberg.

Für den Bauer-Finanzvorstand gehört es nach eigenen Worten zu einer Selbstverständlichkeit, wenn ein Unternehmen wie Bauer soziale Arbeit unterstütze. Schließlich sei Bauer nicht einfach ein Unternehmen, sondern es seien etwa 11.000 Menschen. Etliche der Bauer-Mitarbeiter engagieren sich selber in ehrenamtlichen Funktionen. Die Vorweihnacht der guten Herzen habe für ihn eine Vorbildfunktion, die auch andere Firmen inspirieren sollte, Gutes zu tun.

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