Rotary Club und Litauenhilfe haben 1 Fahrzeug spendiert

Kleiner, feiner Transport

Rotary Club und Litauenhilfe haben der Sonderschule in Kaunas ein Fahrzeug spendiert

von Ute De Pascale von 13.12.2019

Zum ersten Mal im Leben eine Tafel Schokolade

Statt eines großen, mit Weihnachtstüten aus dem Schrobenhausener Land gepackten Transports hat die Kinderhilfe Litauen heuer eine etwas kleinere nicht minder feine Tour auf die Beine gestellt. Unterstützung gab es dabei vom Rotary Club Schrobenhausen-Aichach, auch in persona von Präsident Gerhard Lehrberger und Alexander Bunk, dem Govenor des Rotary-Distrikts 1841. Die beiden brachten ein ausgesprochen praktischen Weihnachtsgeschenk nach Litauen: einen Transporter, groß genug, um darin 4 Rollstühle transportieren zu können.

Wie dringend man ein derartiges Gefährt in der Sonderschule in Kaunas gebrauchen könnte – beinahe hätte Litauenhilfe-Vorsitzende Eva Klingenberg das nie erfahren. Zu groß waren Schulleiter Darius Griezes Skrupel, mit diesem Wunsch an sie heranzutreten. Schließlich habe die Litauenhilfe ja schon so viel für seine Schule getan … Andererseits: Mit mehreren Kindern, die auf den Rollstuhl angewiesen sind, gleichzeitig losziehen zu können, um die Kleinen auch mal rauszuholen au dem grauen, tristen Gebäude, hinaus in die Natur – das wäre schon sensationell, erzählte Grieze der Litauenhilfe-Vorsitzenden dann doch.

Wie so oft griff auch diesmal ein Rädchen ins andere, sorgten mehrere Menschen an unterschiedlichsten Stellen dafür, dass der Fahrzeugtransfer zustnde kommen konnte. Eine von ihnen: Conny Rassar. “Von dem Fahrzeug, das Conny für uns organisiert hat, waren die Rotarier um Martin Kaltenegger auf Anhieb derart begeistert, dass sie die Anschaffung sofort eintüteten”, erzählt Eva Klingenberg. Auch einen riesigen, bedauerlicherweise aber etwas läsdierten Kuschelhai hat Conny Rassat für die Kinder aufgetrieben – dem dann wiederum Schneiderin Rita Schefthaler eine “Operation” verpasste.

Weil mit einem leeren Fahrzeug loszugondeln ja nicht so effektiv ist, wurde im Kreise der Rotarier die Werbetrommel gerührt, sodass sich Gerhard Lehrberger und Alexander Bunk mit einem mit Kleidung, Rollstühle, Spielzeug und Musikinstrumenten vollgepackten Transporter auf den Weg gen Kaunas machten. 16 Stunden und 1500 Kilometer später stand dannfest: “Das Fahrzeug hat sich bestens bewährt”, sagt Lehrberger.

Die Sonderschule in Kaunas erlebten er ud Alexander Bunk als einen Bau mit schlechtem Mauerwerk und “katastrophalen” Fenstern. Darüber hinaus gäbe es Räume, “die nach unserem Ermessen fast nicht zumutbar sind.” Zwar sein man vielleicht nicht unbedingt aus dem Niveau eines Entwicklungslandes, sei auch das Denken – anders als nach dem Zusammenbruch des Kommunismus unbedingt zu erwarten – durchaus europäisch und das Gebäude grundsätzlich gepflegt, versucht Lehrberger die EInrichtung in Kaunas näher zu beschreiben – vieles sei jedoch massiv veraltet.

Eine hohe Meinung hat Lerberger von den Betreuern, die als liebevolle Menschen beschreibt, die sich mit viel Engagement um ihre Schützlinge bemühen. “Die Leute machen einen sehr intensiven Job, auch im Kindergarten”, hat er beobachtet. Bespielsweise für Eltern mit einem dreijährigen Kleinkind, das schwerstbehindert ist, bedeute diese Einrichtung eine enorme Stütze.

Auch wenn die Litauenhilfe beeits deutliche Spuren hinterleiß, beispielsweise gut ausgestattete Räume für therapeutische Zwecke auf das Konto des Schrobenhausenr Vereins gehen – zu tun git es nach wie vor eine Menge. “Gerade unsere Aktion mit Übergabe des Behindertnfahrzeugs hilft der Schule sehr”, ist Lehrberger überzeugt.

Auch für den Rotary Club selbst ergab sich übrigens eine wunderbare Fügung: Gerhard Lehrberger und Alexander Bunk lernten Rotarier aus lokalen Clubs kennen. Wir haben damit auch eine Brücke zu den dortigen Rotariern gebaut”, freut sich Lehrberger, der sich davon eine Art “schneeballefeekt” hinsichtlich der Hilfe für das Heim erhofft. Und tatsächlich verständigte man sich gleich darauf, auch eigene Projekte zu entwickeln.

“Gerade jetzt vor Weihnachten war es mir ein besonderes Anliegen, Menschen eine Freude zu bereiten”, sagt Gerhard Lehrberger. “Wir helfen, wo es geht. Wenn in so schöner Weise, wie durch die Zusammenarbeit mit der Kinderhilfe Litauen – umso besser.” Zwar gebe es bei den Roatriern diesbezüglich keinen Automatismus, fördere man eher Einzelprojekte, dennoch kann er sich eine erneute Zusammenarbeit mit dem Team um Eva Klingenberg gut vorstellen. Die hört das atürlich gern. “Die Rotarier und wir – das ist eine schöne, erfolgreiche Geschichte.”

Auf die innigst geliebten Weihnachtstüten aus Schrobenhausen müssen übrigens auch die Kinder in den weiteren von der Litauenhilfe unterstützten Einrichtungen nicht verzichten. Heuer läuft as nur ein bisschen anders ab: Mit Geldern des Vereins werden vor Ort kleine Geschenke angeschafft und verteilt – womit die Kinderhilfe Litauen auch heuer wieder ein klein wenig weihnachtlichen Zauber in das Leben kleiner Litauer bringt.

Den vollständigen Artikel zu Rotary Club und Litauenhilfe können Sie im [Donaukurier] nachlesen.

Schrobenhausener Bank verteilt 25000 € an soziale Projekte

Schrobenhausener Bank verteilt Spenden 

aus ihrem Gewinnsparzweckertrag an 40 Vereine und gemeinnützige Institutionen

Von Günter Preckel in der Schrobenhausener Zeitung vom 10.12.2019

Spendenübergabe Carlo Hofstetter an Eva Klingenberg

Die Kinderhilfe Litauen freut sich RIESIG über 750 Euro:-) !

Vertreter von 40 Vereinen, sozialen Einrichtungen und gemeinnützigen Institutionen aus dem Geschäftsgebiet der Schrobenhausener Bank durften sich freuen: Sie kamen jetzt auf Einladung des Geldinstitutes ins Casino der Bank, um Geld in Empfang zu nehmen. 25 000 Euro konnten aus dem Gewinnsparzweckvertrag der Genossenschaft ausgeschüttet werden.

“Wir unterstützen so aktiv die ehrenamtliche und soziale Arbeit vor Ort”, begrüßte Direktor Carlhans Hofstetter seine Gäste, unter ihnen ach Wirtschaftssekretär Roland Weigert, der sich im Anschluss nach der Übergabe von Briefumschlägenn mit barem Inhalt, eifrig mit dn Spendenempfängern unterhielt.

“In diesem Sinne legen wir los”, sagte Hofstetter, der von Prokurist Christoph Appe bei der Verteilung unterstützt wurde. Freude kam auch bei den Gewinnern des Sparens aus dem Geschäftsbereich der Schrobenhausener Bank auf, denn gleich mehrere Preise entfielen bei den Ziehungen auf Kunden der Bank, darunter sogar ein Gewinn in Höhe von 10 000 Euro.

Die Spendenempfänger in diesem Jahr: FC Türkenelf Schrobenhausen, Jägerblut Handzell, FSG Schrobenhausen, Schromlachia, FC Schrobenhausen, Schützenverein Einigkeit Steingriff, TSV Pöttmes, Grundschule Gachenbach, Michael-Sommer-Mittelschule, Katholische Erwachsenenbildung Neuburg-Schrobenhausen, Caritas Tagesstätte Aufstieg, Tennisclub Schrobenhausen, Sportclub 1967 Mühlried, Kegelclub Pöttmes 1919, 

Katholisches Pfarramt St. Peter Sandizell, Städtepartnerschaftsvereine Schrobenhausen, TSV Weilach, Alevitische Gemeinde Augsburg, Gymnasium Schrobenhausen, BRK Kreisverband Neuburg-Schrobenhausen, Feuerwehr Weilenbach, SSV Schrobenhausen, Schrobenhausener Tafel, Freunde der Alten Musik, Kreisverkehrswacht Neuburg, Kinderhilfe Litauen, Schützenverein 1961 Edelshausen, Psych. Beratungsstelle für Ehe, Familien- und Lebensfragen, Katholische Filialkirchenstiftung Weilach, Feuerwehr Deinhausen, Katholische FIlialkirchenstiftung Mariä Verkündigung, Gymnasium Schrobenhausen, Sozialstation Neuburg-Schrobenhausen, Gemeinde Gachenbach, Feuerwehr Stadt Schrobenhausen, Schrobenhausener Tafel, Regens-Wagner-Berufsschule Schrobenhausen mit Außenstelle Hohenwart.

Zeitungsartikel zu Spendenübergabe durch Schrobenhausener Bank

Kurzfilmfestival Schlüssel für Behindertenbus übergeben

Kurzfilmfestival Schlüssel für Behindertenbus übergeben

Rotary-Club Schrobenhausen-Aichach unterstützt die Kinderhilfe Litauen

(gdr), Aichach, Oktober 2019

Kurzfilmfestival Aichach Schlüsselübergabe Behindertenbus durch Rotaryclub Aichach-Schrobenhausen

Seit 25 Jahren unterstützt der Rotary-Club Schrobenhausen-Aichach den Schrobenhausener Verein Kinderhilfe Litauen. Während des Filmfestivals in Aichach übergaben die Rotarier Vereinsvorsitzender Eva Klingenberg die Schlüssel für einen Behindertentransporter mit vier Plätzen

Kurzfilmfestival Aichach Out of Rosenheim und Marianne Sägebrecht

Beim Aichacher Kurzfilmfestival war auch die beliebte Schauspielerin Marianne Sägebrecht anwesend. Die Menschen waren sehr begeistert.

Das Kurzfilmfestival der Rotarier ist eine Benefizveranstaltung. Unterstützt wurden hierdurch auch die Hospizeinrichtungen in Aichach und Schrobenhausen. Ein Thema, das auch Marianne Sägebrecht am Herzen liegt. Sie engagiert sich seit Jahren in der Hospizbewegung. Auch ihr neuestes Buch “Ich umarme den Tod mit meinem Leben” handelt davon.

[Mehr zum Rotary Club Schrobenhausen-Aichach]

Kinderhilfe Litauen feiert 25-jähriges Jubiläum

Kinderhilfe Litauen feiert 25-jähriges Jubiläum

“Es war sein Lebensinhalt”, sagt Eva Klingenberg über ihren Vater Manfred Schwaak. Vor 25 Jahren hat er die Kinderhilfe Litauen gegründet. Nicht die Einzige, aber eine der weitreichendsten seiner unzählbaren Ideen: Mit hierzulande liebevoll gepackten Weihnachtspäckchen wollte Manfred Schwaak kleinen Litauern ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

SZ Extra Oktober 2019

Zum ersten Mal im Leben eine Tafel Schokolade

Wie tief die Erlebnisse zeitlebens in ihm gesteckt haben müssen, lässt sich nur erahnen: Manfred Schwaak war eines der sogenannten “Wolfskinder”, die nach der Vertreibung der Deutschen aus Ostpreußen eltern- und heimatlos, frierend, hungernd, wie kleine Wölfe durchs Land streunten. Meinte es das Schicksal gut mit den Kleinen, trafen sie auch mitfühlende Menschen. Manfred hatte dieses Glück – und nie vergessen, was die Litauer damals für ihn taten. Aus Dankbarkeit gründete er vor 25 Jahren die Kinderhilfe Litauen.

Zur Dankbarkeit gesellten sich Herzblut, Liebe zu Land und Leuten – und nicht zuletzt ein enorm umtriebiger Geist. Im Vorgriff auf das 25-jährige Jubiläum hat Eva Klingenberg, die Tochter Manfred Schwaaks, durch das von ihrer Mutter sorgfältig archivierte Material gewühlt, hat Briefen, Fotos, Zeitungsschnipsel en masse gesichtet. Und dabei kleine Kostbarkeiten wie diese entdeckt: eine handgeschriebene Bestätigung an die “Leiter der Zollstellposten Litauen”, oder ein Schreiben von der Botschaft der Republik Litauen an der Leiter des Grenzschutzamts, den Transport mit “humanitärer Hilfe des Herrn Manfred Schwaak außer Reihe” durchzulassen. Oder die Bittschrift von Edelgard Vogt, mit der sie sich an die Eltern ihrer damaligen Schüler wandte, womit sie der Litauenhilfe enormen Aufwind verschaffte. So gut wie alle Schulen im Schrobenhausener Land haben die Litauenhilfe im Lauf der Jahre unterstützt, zuvorderst mit den berühmten Weihnachtspäckchen – unzählige davon haben hiesige Kinder für ihre Altersgenossen in Litauen in den vergangenen 25 Jahre gepackt.

An die Anfänge erinnert sich Eva Klingenberg noch gut zurück. “Ich war damals 15, die ganze Familie war eingespannt. Für uns war das sehr fordernd, es hat unseren Alltag extrem bestimmt.” Vieles wurde improvisiert. Im Keller türmten sich die Spenden, Tüten über Tüten packte die Familie selbst. “Ich habe sie mit Sternchen bemalt und ‘Frohe Weihnachten’ drauf geschrieben, erinnert sich Klingenberg. Die Arbeitsteilung im Hause Schwaak lief seinerzeit folgendermaßen: “Papa hat die Ideen rausgehaut, Mama hat das Backup im Hintergrund gemacht.” Immer tiefer drang sie beim Recherchieren in das Lebenswerk ihres Vaters vor – immer noch stolzer wurde sie auf ihn. Dass Schwaaks Wirken auch an höheren Stellen nicht unbemerkt blieb, davon zeugen hochkarätige Auszeichnungen wie der Litauische Staatsorden am Bande vom damaligen Präsidenten Roland Paksas, das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten hierzulande, die Schrobenhausener Bürgermedaille oder der posthum verliehene Georgius-Orden.

“An Ideen hat es ihm nie gemangelt”, sagt Eva Klingenberg. “Er hat das ganze Jahr über Leute angeschrieben, Aktionen vorbereitet.” Schwaak brachte Deutsche nach Litauen – und Litauer nach Deutschland. Und wer auch immer sich im Umfeld der Kinderhilfe in Richtung Litauen aufmachte, kam tief bewegt zurück. Unvergessen auch diese Aktion: der Weltrekord im Simultanküssen, den Manfred Schwaak anno 1999 auf die Beine gestellt hat; weltweit wurde darüber berichtet. “er hat es immer geschafft, die Leute für seine Sache zu begeistern”, weiß Eva Klingenberg. So auch den damaligen Präsidenten des Deutschen Fußballbundes Gerhard Mayer-Vorfelder, den Schwaak sogar für die Spendenübergabe im Kinderheim gewinnen konnte.

“Ihr Vater hat etwas Tolles begonnen, Sie machen es ebenso toll weiter” – über Feedback wie dieses freut sich Klingenberg enorm. Wenngleich das alles andere als ein reiner Selbstläufer ist. Denn anders als ihr Vater, der kurz nach der Gründung der Litauenhilfe in den Vorruhestand ging und sich damit voll in sein Projekt stürzen konnte, hat sie ebenjenes mit Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen. Mit viel Engagement und Zeit – die freilich andernorts abgeht – und noch mehr Herzblut klappt das auch. All die Menschen, die dem Verein immer und immer wieder unter die Arme greifen, tun ein Übrigens. Einer davon: Sven Klingenberg. “Hut ab vor meinem Mann, dass er das so mitträgt”, sagt Eva Klingenberg.

Das Thema war im Prinzip “von der Stunde null” präsent, blickt Sven Klingenberg auf die Zeit zurück, in der er seine Frau kennen lernte. “Mein Schwiegerwater war ja ständig mit der Kinderhilfe beschäftigt.” Immer tiefer sei er dann in die Lebensgeschichte Schwaaks eingetaucht – und auch zunehmend in die Arbeiten involviert worden. Anfangs waren das nur ein paar “Zuarbeitungsdienste” oder Packhilfen vor den Weihnachtstransporten. Später kümmerte sich Sven Klingenberg vermehrt um Themen wir die Präsenz der Litauenhilfe im Netz. “Manfred war ja supergut im Kontakteknüpfen sowie im Pflegen von Kontakten”, erinnert sich Sven Klingenberg. Wie man einen E-Mail-Account einrichtet – bei derlei Aufgaben war Schwaak wiederum der Schwiegersohn behilflich. Den Grundgedanken hinter der Litauenhilfe fand Sven Klingenberg “immer schon toll”. Irgendwann kam der erste Besuch in Litauen, erste Treffen mit den Menschen dort.

Und es kam der Tag, an dem sich alles änderte: der Unfalltod von Manfred Schwaak. Mit der Entscheidung, die Kinderhilfe damals, vor 5 Jahren, voll und ganz zu übernehmen, “waren wir erst mal komplett überfordert”, gesteht Sven Klingenberg heute. “Auch in dieser ganzen Trauer, als so viel Emotionales auf einen eingeprasselt ist. “Selbstverständlich habe man abgewägt: Familie, Jobs und Litauenhilfe – schafft man das alles parallel ? Letztendlich habe sich aber jeder Gedanke an ein Aus der Kinderhilfe “nicht richtig angefühlt”, sagt Klingenberg. “Also haben wir gesagt; Wir machen das ; wir wollen nicht, dass das aufhört, wir übernehmen diese Verantwortung.”

Es folgte der erste Weihnachtstransport unter der Regie seiner Frau. “Eine emotionale Riesenherausforderung, die sie super gemeistert hat”, blickt Sven Klingenberg zurück. Ein Jahr später war man bereits “einen Riesenschritt weiter. Es wurde leichter nach und nach.”

Mittlerweile haben die Klingenbergs haben die Klingenbergs den Verein neu strukturiert, allerdings – das liegt Sven und Eva Klingenberg am Herzen – immer und absolut im Sinne von Manfred Schwaak. “wir machen heute viel Projektarbeit”, erzählt Eva Klingenberg, als Vereinsvorsitzende, als Vereinsvorsitzende lenkt sie heute die Geschicke der Kinderhilfe Litauen. “Die letzten Monate waren sehr erfolgreich”, freut sie sich. Für Riesenjubel sorgte beispielsweise Frank Tyschler aus Bautzen bei den kleinen Litauern, indem er ihnen ein Bällebad spendierte.

Doch die Liste dessen, was die Litauenhilfe bereits erfolgreich angepackt ist noch so viel länger: die Einrichtung von Antiaggressions- oder Bastelräumen, einen Kneipp-Pfad zu bauen, Hilfe fürs Gemeindehaus in Naujiena oder Equipment zum Musizieren finden sich darauf. Sport- und Spielplätze wurden hergerichtet oder ein Computerraum auf Vordermann gebracht. “Aktuell haben wir ein tolles neues Projekt am Start”, freut sich Klingenberg: Nach “wilden Recherchen” und mit toller Unterstützung der Rotarier kann sie in Kürze einen dringend benötigten Transporter übergeben, mit viel Platz für Rollstühle.

Rechtzeitig zum 25-jährigen freut sich die Vorsitzende aktuell über exakt 50 Mitglieder im Verein – Neuankömmlinge sind freilich nach wie vor jederzeit sehr willkommen. Worüber man besonders glücklich wäre: “Junge Menschen mit Zeit”, meint Eva Klingenberg schmunzelnd, “man muss ja träumen dürfen.”

Unglaublich schön sei es gewesen, in Vorbereitung auf die 25-Jahr-Feier das mit so viel Liebe geführte Lebenswerk ihres Paps Revue passieren zu lassen. Wobei Eva Klingenberg ihren Blick längst schon wieder Richtung Zukunft gerichtet hat. Denn, obwohl sich mit Unterstützung der Litauenhilfe schon vieles gebessert hat: “Es gäbe noch viel zu tun.” Genügend Ideen schirren ihr dazu allemal durch den Kopf.

Alleine umsetzen kann sie die selbstverständlich nicht. “Die Unterstützung der Menschen wird gefühlt immer noch mehr”, freut sie sich. Übrigens auch im eigenen Haus. Gemeinsam mit einer Freundin hat Klingenbergs Tochter Lucia erst neulich Getränke gemixt, für einen Euro pro Stück in der Nachbarschaft angepriesen – und dabei doch glatt stolze 15,97 Euro für die Kinderhilfe eingenommen. “Die zwei haben sich gefreut wie Schnitzel”, erzählt Eva Klingenberg, und fügt hinzu: “Opa wäre begeistert.”

Auch vor der eigenen Haustür tummeln sich nicht wenige, die der Kinderhilfe immer wieder unter die Arme greifen. “Die Hohenrieder stehen schon seit Jahren voll hinter uns!, versichert Eva Klingenberg. “Ich bin total erfüllt von der Hilfsbereitschaft. “Die kommt mal in Form von Geschenken für die Litauer daher, die mir nichts, dir nichts vor der Tür auftauchen, oder als Geldschein, der Klingenberg zugesteckt wird; oder ganz aktuell durch Outdoorsporteln in Hohenried zugunsten des Vereins.

Ein Transport kommt in diesem Jahr allerdings nicht zustande. “So leid mir das tut – ich krieg es heuer nicht hin”, bedauert Eva Klingenberg. Und dennoch hat sie einen Plan; Mit Geldern des Vereins werden die Verantwortlichen vor Ort unterstützt, um den kleinen Freunden eine Freude zu bereiten. Hängen lässt die Litauenhilfe ihre Schützlinge also auch dieses Weihnachten nicht.

Spende St. Felicitas Schwesternschaft Hörzhausen

7000 Euro für 15 Einrichtungen

Vorstand der St. Felicitas-Schwesternschaft spendet Verkaufserlöse der Hausflohmärkte

Do/Fr 30./21.05.2019 Schrobenhausener Zeitung (SZ)
Fritz Endres

Vorstand der St. Felicitas-Schwesternschaft spendet Verkaufserlöse der Hausflohmärkte

7000 euro aus dem Erlös der Hausflohmärkte im ehemalien Alten- und Pflegeheim im Januar hat der Verein St. Felicitas-Schwesternschaft Hörzhausen an 15 sozial caritative Einrichtungen, Verbände und Vereine gespendet: (vorne v.l.) Inge Eberle, Schwester Sophie Herrler und Josef Moll vom Vorstand des gemeinnützigen Vereins. Foto Endres

Hörzhausen

Das ehemalige Alten- und Pflegeheim der St. Felicitas-Schwestern in Hörzhausen ist Geschichte (wir berichteten). Die Immobilie wurde verkauft – auf dem Areal sollen nun Häuser gebaut werden. Vor dem Verkauf wurden bei mehreren Hausflohmärkten alle Einrichtungsgegenstände und Möbel verkauft. Der Vorstand der St. Felicitas-Schwestern sagte zu, die Verkaufserlöse aus der Aktion an sozial caritative Einrichtungen zu spenden. In einer kleinen Feier im Pfarrheim St. Martin wurden nun 7000 Euro an 15 Einrichtungen verteilt.

Die Vorsitzende der St. Felicitas-Schwesternschaft,Schwester Sophie Herrler, und ihre Stellvertreterin Inge Eberle hatten 15 Vertreter von sozial caritativen Einrichtungen aus Hörzhausen und Umgebung zu einem Empfang mit Spendenverteilung ins Pfarrheim St. Martin in Hörzhausen eingeladen. In Ihrer Begrüßung freute sich Inge Eberle, dass es der letzten verbliebenen Ordensfrau, Sophie Herrler gesundheitlich wieder gut geht und es ihr in ihrem neuen Domizil im Altenheim St. Georg in Schrobenhausen gefällt. “Sie wurden heute eingeladen um eine Spende in Höhe von 500 Euro für Ihren Verband oder Institution in Empfang zu nehmen” begrüßte Eberle die Gäste zur Spendenübergabe. Der Verein hat Wort gehalten, die Verkaufserlöse und Spenden bei den Hausflohmärkten weiter zu geben.

Ohne die Unterstützung der Mitglieder des Vorstands des Vereins wäre dies nicht möglich gewesen. Viele freiwillige Arbeitsstunden wurden investiert. Ein wichtiger Bestandteil der St. Felicitas-Schwesternschaft ist laut Satzung laut Satzung die Unterstützung sozial caritativer Verbände. “Heute können wir 7000 Euro auf 15 Empfänger verteilen. Das ergibt einen Einzelbetrag von 500 Euro.Die Ministranten Hörzhausen und die Mutter-Kind-Gruppe teilen sich den Betrag auf. In den folgenden Jahren will der Verein einmal pro Jahr eine solche Aktion wiederholen. Als Termin ist der Gedenktag der heiligen Felicitas am 23. November vorgesehen, kündigte Inge Eberle an.

An folgende Verbände, Einrichtungen und Vereine wurde gespendet – sie wurden namentlich aufgerufen: Erika Johannson-Grube Alten- und Pflegeheim St. Georg; Else Heigl BRK-Humanitäre Hilfe; Milli Novak Caritas; Bernhard Peterke Freundeskreis Kreiskrankenhaus; Burgi Roth Hospizverein Neuburg-Schrobenhausen; Pfarrer Dominik Zitzler BDKI Augsburg; Jutta Krucker Kindergarten St. Martin Hörzhausen; Peter Schönherr Kinder- und Jugendhilfe St. Josef; Eva und Sven Klingenberg Kinderhilfe Litauen; Evi Schmidt-Deeg Kinderhilfe Tschernobyl Pöttmes-Schrobenhausen;Pater Ansgar Häusler Marianhiller Mission; Elias Leithmeier und Valentna Heigl Ministranten Hörzhausen; Josefine Tyroller Sozialstation; Verena Bartelmann Tafel Schrobenhausen. Die Vertreter der Spendenempfänger stellten sich kurz vor und erläuterten für welchen Zweck die Spende verwendet wird.

6 feierwütige Musiker beim Bogenrieder

6 feierwütige Musiker beim Bogenrieder – Paddy Whack spielen am 6. April in Waidhofen

Zeitungsartikel Ankündigung Paddy Whack spielt am 6. April im Gasthaus Bogenrieder Waidhofen
6 feierwütige Musiker beim Bogenrieder

Ein Abend mit Irish Folk

Die Band Paddy Whack spielt am 6. April beim Gasthaus Bogenrieder

Waidhofen (kx)  Paddy Whack, das sind 6 feierwütige Musiker, die in bester Pub-Tradition mit aberwitzigen Banjo-Läufen, fetten Akkordeonklängen, feurigem Trompetensound,verzerrten Gitarren und charismatische Gesang Irish-Folk-Rock produzieren. Zu hören sind sie am Samstag, 6. April, ab 20 Uhr beim Bogenrieder in Waidhofen.

Hochtanzbare Gute-Laune-Songs, in denen neben Folk und Punk zusätzliche Elemente aus Ska, Polka und Country zum Einsatz kommen. Das Repertoire der Band beginnt bei klassischen Traditionals wie Irish Rover und Whiskey in the jar. Daneben haben sie zahlreiche Hits der legendären Pogues und Eigenkompositionen im Programm.

Einlass zum Konzert ist ab 18:30 Uhr. Beginn um 20 Uhr. Karten gibt es beim Gasthaus Bogenrieder, Telefon(08443) 1033. Der Eintritt von 12 Euro wird an die Kinderhilfe Litauen aus Schrobenhausen gespendet.

Berührende Begegnungen im Gepäck

Berührende Begegnungen im Gepäck

So entspannt wie nie, obwohl zuvor so anstrengend wie nie – so das Resumee, mit dem Eva Klingenberg auf den diesjährigen Weihnachtstransport zurückblickt. Mit ihrem Kinderhilfeteam brachte sie im Schrobenhausener Land gesammelte Spenden nach Litauen, inklusive der vielen liebevoll gepackten Weihnachtstüten.

Von Ute de Pascale , Schrobenhausener Zeitung, 12.12.2018

Berührende Begegnungen im Gepäck

Anstrengend waren die Vorbereitungen auf den diesjährigen Weihnachtstransport vor allem deshalb, weil mit Toni Drexlers Tod eine enorm wichtige Stütze weggefallen war. Und entspannt wie nie, das bezieht sich darauf, dass während der Fahrt alles prima klappte – mal abgesehen von den Tücken des Objekts. Aber ein muckender Lkw, eine dientsverweigernde Heizung (“Meine Füße wurden in Dresden warm”) oder sich selbständig machendes wie der Entlüftungsdeckel im Bus (der dann mit Klebeband fixiert wurde) oder ein zu Eva Klingenbergs Nikolettakostüm gehörende Bart (dr einfach ganz unorthodox nachgeknotet wurde) – derlei Unbill bringt das Litauenhilfeteam ganz sicher nicht vom großen Ziel ab: nämlich denen, denen es bei Weitem nicht so gut geht wie den meisten hierzulande, eine vorweihnachtliche Freude zu bereiten.

Den Eindruck, den bisher noch jeder von den Transporten mit nach Hause gebracht hat, den nahmen auch die neuen Unterstützer der Kinderhilfe Litauen mit nach Schrobenhausen: “Die Kinder sind so anhänglich: diese Lebensfreude, das Unverkrampfte, das ist einfach schön – und das haben auch meine Männer gespürt”, berichtet Eva Klingenberg. Andererseits kamen auch “ihre Männer” Max Weigert, Josef Stegmayr, Stefan Schwarzbauer, Bernhard Koppold und Michi Bauer ausgesprochen gut bei den Litauern an. Beispielsweise in Klaipeda, wo es hieß: “Eva, Du hast die besten Männer von ganz Schrobenhausen: ach was, von ganz Europa!” (Rasa Pangoniene, Übersetzerin aus Klaipeda)

Bei so viel Lob kann es schon mal sein, dass man über sich selbst hinaus wächst. Beispielsweise wenn es darum geht, bei einer der Willkommensfeiern eine öffentliche Rede zu halten. Schlussendlich habe sich “der Sepp erbarmt”, erzählt Eva Klingenberg – und dann tatsächlich wunderschöne Worte gefunden.

 

“Die Menschen machen es aus”, ist sie überzeugt. Und zwar auf beiden Seiten: Sei es in Schrobenhausen, bei Leuten wie jenen von der Caritas, die vor dem Transport derart flexibel waren, dass das Kinderhilfeteam sogar am eigentlich geschlossenen Samstagnachmittag nochmal nachpacken durfte – oder bei den Menschen in Litauen.

Nachdem sie nun bereits das vierte Mal da war, fühlt sich der Besuch für Eva Klingenberg mittlerweile wie Heimkommen an. Schließlich wird man ja auch sehnlichst erwartet. Von Paulus etwa, dem autistischen Jungen aus der Sonderschule, “der das ganze Jahr schon auf uns wartet”, ezählt Eva Klingenberg, dann von der 17-jährigen Aiste, oder von Emilijus, dem “süßen Jungen, der noch immer im Waisenhaus lebt”. Meist handelt es sich hier um Kinder alkohol- und drogenabhängiger Eltern, auch deshalb seien viele von ihnen nur schwer vermittelbar, berichtet Klingenberg. Umso schöner, wenn man ihnen eine kleine – oder manchmal sogar größere – Freude bereiten kann: denn für Emilijus gab es ein Kinderfahrrad. Ein derart prächtiges Geschenk ist freilich nicht für jedes der Kinder drin. Aber auch die kleineren, mitunter sogar mit lieben Gedanken auf die Reise geschickten Präsente kommen enorm gut an. Kuscheltiere zum Beispiel. “Dieses Greifen, Fühlen ist gerade für die behinderten Kinder oder die Kleinen im Kinderkrankenhaus unglaublich wichtig., weiß Eva Klingenberg. “Diese unglaubliche Freude über Kleinigkeiten, die enorme Dankbarkeit” – etwa, wenn sie verkleidet als weiblicher Nikolaus, die Schrobenhausener Weihnachtstüten unter die kleinen wie größeren Litauer bringt – versetzt sie immer wieder in Staunen.

Bemerkbar macht sich diese Dankbarkeit oft an kleinen liebevollen Gesten. Dem extra für die Gäste aus Deutschland auf deutsche gesungenem “Oh Tannenbaum” im Kindergarten Radastele zum Beispiel. Oder dem selbstgemalten Bild, das das Litauenhilfeteam von seiner neuen Station “Gemeinsamer Weg” mit heim brachte.

Kreativität stand auch in der Sonderschule in Kaunas im Fokus. Als das Team da auf bastelnde und an Nähmaschinen – die übrigens Klingenbergs Vater, Litauenhilfegründer Manfred Schwaak, gesponsert hat – werkelnde Jungs traf, hätte sie ihre Männer “beinahe nicht mehr weggekriegt”, erzählt Klingenberg schmunzelnd. Auch im Waisenhaus habe sich jeder “auf meine Männer gestürzt. Auch da hab ich wieder gemerkt, wie wichtig und richtig es ist, dass wir da sind.”

Nicht nur ihren Mitfahrer zollt sie großes Lob, sondern auch Menschen, die der Litauenhilfe hinter den Kulissen unter die Arme greifen: Georgia aus Österreich zum Beispiel, die die Homepage www.kinderhile-litauen.de betreut – auf der sich kleine Schätze wie Eva Klingenbergs Reisetagebuch tummeln. Da berichtet sie auch Begegnungen, die vielleicht noch ein klein wenig besonderer sind als andere. “einmal kam ein Zwillingspärchen auf mich zu”, erzählt Eva Klingenberg, “ich schau nach rechts – stehen da genau zwei gleiche Tüten.” Das Leben schreibe eben die besten Drehbücher, findet die Vorsitzende der Schrobenhausener Kinderhilfe Litauen. Und: “Ich glaub fast, manchmal hat Vater die Finger im Spiel, dass ich die richtigen Menschen zur richtigen Zeit treffe.”

Soziales Engagement unterstützt

Soziales Engagement unterstützt

Vorweihnacht der Guten Herzen: Bauer AG vergibt 10.000 € an sechs Organisationen in und um Schrobenhausen

Schrobenhausen (jsp)

Insgesamt 10.000 EURO der Schrobenhausener Bauer AG erreichen sechs Organisationen über die Vorweihnacht der guten Herzen. Die meisten Spenden, die Bauer-Finanzvorstand Hartmut Beutler persönlich überreichte, gehen in diesem Jahr diekt in die nähere Umgebung Schrobenhausens.
Neben dem Kinder- und Jugendhilfezentrum St. Josef werden die Caritas, Regns Wagner nd die Kinderhile Litauen bedacht. Dazu kommen in diesem Jahr die beiden Palliativteams im Wittelsbacher Land und in Ingolstadt, die sich ihre Spende von 2000 EURO teilen.

Eva Klingenberg von der Litauenhilfe freut sich über den Zuschuss, der wohl zum Teil für die Treibstoffkosten des jüngsten Hilfstransports ins Balitkum aufgebraucht wird. Darüber hinaus soll von dem Geld ein Kneipp-Pfad aufgebaut werden, damit die Kinder dort “mal ein bisschen Naturgefühl erleben in der grauen Betonwüste!, sagt Klingenberg.

Für den Bauer-Finanzvorstand gehört es nach eigenen Worten zu einer Selbstverständlichkeit, wenn ein Unternehmen wie Bauer soziale Arbeit unterstütze. Schließlich sei Bauer nicht einfach ein Unternehmen, sondern es seien etwa 11.000 Menschen. Etliche der Bauer-Mitarbeiter engagieren sich selber in ehrenamtlichen Funktionen. Die Vorweihnacht der guten Herzen habe für ihn eine Vorbildfunktion, die auch andere Firmen inspirieren sollte, Gutes zu tun.

Den Lieblingsteddy nach Litauen geschickt

Den Lieblingsteddy nach Litauen geschickt

Nach zwei Jahren macht sich am Sonntag wieder ein Transport auf den Weg nach Litauen. Mit an Bord: exakt 1028 Weihnachtstüten, die das Team um Litauenhilfevorsitzende Eva Klingenberg in den vergangenen Wochen beim Tingeln durch das Schrobenhausener Land eingesammelt hat.

Ute de Pascale, Schrobenhausener Zeitung, 25.11.2018

Den Lieblingsteddy nach Litauen geschickt

Text soweit Bild reicht

Spielsachen, Räder, Süßigkeiten, Stiffe, Klamotten, sogar Grassamen (die Schule in Zelsva will ihren Sportplatz überholen) und die sehnlichst gewünschte Deutschlandfahne.

Wenn sich am Sonntag der Weihnachtstransport der Kinderhilfe auf den Weg nach Litauen macht, ist im Lkw kein Eckchen mehr frei. So spendierfreudig waren die Menschen im Schrobenhausener Land, dass Eva Klingenberg einiges daheim lassen muss, das eigentlich gebraucht würde. Die Couchgarnituren ? Keine Chance bedauert die Litauenhilfe-Vorsitzende.

Wenn sie allein an die Unterstützung durch das Team von Carolin Hainzinger vom Secondhadladen Carla denkt, gerät Klingenberg ins Schwärmen: “Die hat uns der Himmel geschcikt .” Genauso wie die vielen Kindergärten und Schulen – unter anderem der Schulverband Berg im Gau-Brunnen-Langenmossen oder die Kindergärten Hörzhausen und Sansizell -, die Klingenberg allesamt in den vergangen Wochen abklapperte, um die nicht elten liebevoll gestalteten, mit kleinen Geschenken und Süßem gefüllten Weihnachtstüten für die Kinder in Litauen einzusammeln. In einer davon reise sogar ein Lieblingsteddy, von dem sich die kleine Besitzerin gar nicht so leicht trennen konnte, mit nach Litauen, erzählt Eva Klingenberg. Dass sich zusammen mit dem Materiellen auch jede Menge Emotionen und liebe Wünsche auf den Weg machen – an Geschichten wie diesen wird das deutlich. Es gibt auch ganz besonders treue Unterstützer wie Ludwig und seine Freundin Sophia: Die beiden spenden seit sie drei Jahre alt sind.

Noch so viele weitere Erlebnisse mit tollen Menschen brachte Eva Klingenberg von ihrer Sammeltour mit heim. Da war beispielsweise die kleine Hohenriederin, die eine derart prall gefüllte Tüte dabei hatte, dass sie die selbst kaum schleppen konnte. Überhaupt freut sich Klingenberg über die Unterstützung aus ihrem Heimatort Hohenried ungemein. Auch Eva Klingenbrgs Mann Sven, de ebenfalls einige der Einrichtungen abklapperte, weiß schöne Anekdoten zu berichten. Von einer Dame etwa, deren Mutter es ein Bedürfnis war, übriggebliebene Ware aus dem aufgelösten Schuhladen Kindern zur Verfügung zu stellen, die sich auch darüer freuen – und so tuckern nun zusätzlich 50 Paar nagelneuer Kinderschuhe Rihtung Litauen.

Das Gemeinehaus Nauijen ist die erste Station, bei der das Team Halt macht, danach stehen die Schule in elsva, die Sonderschule ind Kaunas und mehrere Adressen in Klaipeda an. Auch bei einer neuen Organistation, die die Litauenhilfe unterstützt, “Gemeinsamer Weg” möchte Klingenberg vorbeischauen. Ob im Kindergarten, Waisenhaus, in der Sonderschule oder im Kinderkrankenhaus – nicht nur über die Geschenek aus dem Schrobenhausener Land werden sich die kleinen Litauer freuen. Meist gibt es dazu liebevoll inszenierte Feiern, bei denen Eva Klingenberg ihren großen Auftritt hat. Das Nikoletta-Kostüm ist eingepackt ? “Natürlich!”, sagt sie schmunzelnd.

Die ersten Weihnachtstüten 2018

DIE ERSTEN WEIHNACHTSTÜTEN SIND SCHON GEPACKT

Litauenhilfe : Nach einem Jahr Pause findet heuer wieder ein Transport statt – Öffentliche Abgabe am 17.November

Von Ute de Pascale, Schrobenhausener Zeitung (SZ), November 2018

Die ersten Weihnachtstüten 2018

Zum Bild: Es wird wieder gesammelt: Dazu klappert Eva Klingenberg (Mitte) derzeit wiederKindergärten und Schulen ab, die sie meist mit liebevoll gepackten Weihnachtstüten versorgen.
Mit neuen Helfern wie Josef Stegmayr und Max Weigert (u.r,u.l.) macht sich ein insgesamt sechsköpfiges Team am 26. November auf den Weg.
Fotos: Kinderhilfe Litauen

Schrobenhausen (SZ) “Ein bisschen wie St. Martin möcht ich manchmal sein, will an andre denken, ihnen auch mal etwas schenken”, sangen die Schiltberger Schüler. Und sie machten ihre Wort auch gleich wahr, überreichten Litauenhilfevorsitzender Eva Klingenberg liebevoll gepackte Weihnachtstüten, die diese in Kürze mit auf ihren Transport nach Litauen nimmt.

Dass der nach einem Jahr Pause heuer wieder vonstatten gehen kann – die Erleichterung steht Eva Klingenberg ins Gesicht geschrieben. “Ich bin echt glücklich, dass es mit der Humanitären iIlfe so gut weiter läuft, wir auch den Lkw zu gleich guten Konditionen kriegen”, erzählt sie. Und sie freut sich: “Schorsch Ottinger, der zweite Vorsitzende, macht ganz im Sinne von Toni Drexler weiter.” Da ist schließlich kein reiner Selbstläufer. Worum sich der vor einigen Monaten verstorbene Toni Drexler neben dem ohnehin Bekannten so alles gekümmert hat – einiges davon hatten Klingeberg und ihr Team da gar nicht auf dem Schirm.
Mit einer Art Mixedteam macht sich die Vorsitzende der Kinderhilfe Litauen am 26. November auf den Weg. Als Vertreter der Humanitären Hilfe wird Max Weigert aus Hohenwart dabei sind. Mit Josef Stegmayr aus Berg im Gau hat sich ein zusätzlicher Fahrer gemeldet; auch Stefan Schwarzbauer wird der Litauenhilfe unter die Arme greifen. “Frische, tatkräftige Männer”, freut sich Eva Klingenberg. Und mit Bernhard Koppl, Michi Bauer und ihr selber seien auch noch “drei alte Hasen” mit dabei.
So glücklich Klingenberg auch darüber ist, dass wieder ein Transport zustande kommt – ganz so rund läuft bei den Vorbereitungen freilich nicht alles. Dass dazwischen auch mal eine Whatsappnachricht aus Litauen eintrudelt, dass das eigentlich angepeilte Hotel ausgebucht ist, ist einer der kleinen Rückschläge. Davon entmutigen lässt sich Klingenberg allerdings nicht. Irgendeine Bleibe wird sich für das sechsköpfige Team schon finden, ist sie überzeugt. Jedenfalls werde am Abfahrttermin nicht gerüttelt. Läuft alles nach Plan, will das Team am 4. Dezember wieder daheim sein.

Auf die bewährten und überaus fleißigen Kräfte vom Frauenbund kann das Litauenhilfeteam bei den Vorbereitungen auch heuer wieder zählen. Und auch darüber freut sich Eva Klingenberg: “Alle Schulen und Kindergärten von vor zwei Jahren sind wieder mit dabei.” Unterstützt von ihrem Mann Sven klappert sie dir nun der Reihe nach ab, um die von den Kindern gepackten Weihnachtstüten einzusammeln. Einem “wunderbaren Auftakt” gab es bereits, und zwar an der Grundschule Königsmoos. “Das war so süß”, schwärmt Klingenberg. “Ich habe angefangen, mich zu bedanken, da meldete sich schon der erste Junge und wollte wissen, ob er helfen könne.” Mit dem Wunsch blieb er nicht allein, das Ganze mündete sogar in das Angebot, den Lkw-Führerschein zu machen, um ebenfalls mit anpacken zu können – sobald man das entsprechende Alter dazu habe, versteht sich. Wobei ein Mädchen eine Sorge plagte, sie sier der Litauenhilfevorsitzenden auch direkt mitteilte: ” Bis ich den habe, bist Du schon ganz schön alt.” Klingenberg gesteht: “Ich musste schallend lachen und der ganze Stress der letzen Wochen war weg.” Schmunzelnd fügt sie hinzu: “Jedenfalls ist die Nachfolgefrage in zehn Jahren damit schon erklärt.” Zusätzlich gab es noch ein selbstgebasteltes Mandala, das ihr ein Mädchen in die Hand drückte. “Das lege ich als Glücksbringer für die Fahrt in den Bus”, erzählt Eva Klingenberg. “In solchen Augenblicken denke ich mir: Mei ist das schön, dass ich euch wilde Hummeln wieder so erlebe.” Gedanken, die ihr auch beim Besuch in Schiltberg durch den Kopf spukten. “Die Kinden haben mit ein Loch in den Bauch gefragt”, freut sich Klingenberg. Wo denn Litauen überhaupt liegen, wer alles beim Transport mitfahre, und ganz wichtig – ob man genügend Tüten für alle Kinder habe. Momente wie diese sind es, in denen Eva Klingenberg wieder ganz genau weiß, warum sie das alles macht, weshalb sie das Lebenswerk ihres Vaters, Litauenhilfegründer Manfred Schwaak, fortführt.
Bei all der Euphorie, hin und wieder hat sie es auch mit kritischen Fragen – die dann meist die Erwachsenen – , wie dieser zu tun: Ob sich das alles denn überhaupt lohne, noch zeitgemäß sein. Davon beirren lässt sich Eva Klingenberg nicht. Dann denkt sie beispielsweise an die behinderten Menschen, die noch bis vor wenigen Jahren in Litauen einfach weggesperrt wurden. Oder an die vielen Eindrücke, die sie von ihren Fahrten mit heim nahm. “Viele Leute in den Einrichtungen konnten sich anfangs gar nicht vorstellen, dass Menschen von so weit weg an sie denken, weil sie es ja nicht mal gewohnt waren, dass Menschen vor Ort an sie denken.” Selbstverständlich habe man auch schon einiges an Aufbauarbeit geleistet. Doch über das Materielle hinaus: “Das sind auch Werte, die wir hinbringen”, ist Eva Klingenberg überzeugt.
Das war es auch, was ihr Vater von Anfang an im Fokus gehabt habe: den Kindern in Litauen Freude zu bringen. “Und das”, ist Eva Klingenberg überzeugt, “kommt nie aus der Mode.” Wer ebenfalls etwas zum diesjährigen Transport beisteuern möchte, hat dazu am Samstag, 17. November, Gelegenheit. Gesammelt wird zwischen 10 und 12 Uhr bei Familie Haas in der Alten Dorfstraße 15. Auch beim Gedanken an diese Familie gerät Eva Klingenberg ins Schwärmen: “Solche Seelen, so zuverlässig.”
Wie in den vergangenen Jahren können die Weihnachtstüten mit Süßigkeiten, Buntstiften, Malkreiden et cetera gefüllt werden. “Darüber hinaus werden Windeln gebraucht – und zwar für die Kinder wie auch für die jungen Erwachsenen in der Sonderschule”, erzählt Eva Klingenberg. Auch mit Hygieneartikeln, wie Duschbädern oder Bastelmaterial will sie den Menschen in Litauen helfen. Immer willkommen sind auch Geldspenden auf das Konto der Kinderhilfe Litauen.
IBAN: DE 7472 0512 1000 4000 1729
BIC:BYLADEM1AIC

Weihnachtstransport 2018

Auch künftig gemeinsam unterwegs

Kinderhilfe Litauen und BRK arbeiten weiterhin zusammen – Hilfstransport im November (Weihnachtstransport 2018)

von Günter Hastreiter, Schrobenhausener Zeitung, Oktober 2018

Weihnachtstransport 2018

Verladeaktion im Wald: Die Humanitäre Hilfe Regensburg holte sich Lastwagen und Betten aus Weichering. Nächste Nutzerin der Fahrzeuge ist die Kinderhilfe Litauen, die ihre Kooperation mit dem Bayerischen Roten Kreuz fortsetzt.

Nicht nur bei der Arbeit der Humanitären Hilfe des Roten Kreuzes waren sie Dreh- und Angelpunkt, auch die Kinderhilfe Litauen stand nach dem Tod von Diether Brandt und Toni Drexler vor Problemen. Jetzt steht fest: Kinderhilfe und BRK werden ihre Zusammenarbeit fortsetzen.

Beide, Diether Brandt und Toni Drexler, hatten sehr viel getan, aber nur wenig aufgeschrieben, sodass sich ihre Nachfolger Teile der Hilfszugarbeit neu aneignen müssen, die bisher automatisch erledigt wurde. Umso größer ist die Erleichterung bei Eva und Sven Klingenberg darüber, dass Ende November der alljährliche Hilfstransport der Kinderhilfe starten kann. Im Gespräch mit Schatzmeister Anton Gutmann und Vorstandsvize Georg Ottinger wurde nicht nur die Fortsetzung der Zusammenarbeit mit dem BRK festgelegt, mit etwas Glück fand sich auch noch eine Lücke im Terminkalender.

Womit niemand gerechnet hatte, ist nämlich eingetreten. Erst wurde die Humanitäre Hilfe von einem kurzfristig angesetzten Termin für das Präsidium in Berlin überrascht und transportierte auf die Schnelle 4000 Pakete mit Pflegemitteln in die Ukraine nach Kiew (wir berichteten). Gleich danach standen die befreundeten Hilfszugfahrer aus Regensburg auf der Schwelle. Im Lager Weichering holten sie sich 40 Krankenhaus- und Pflegebetten samt Sattelschlepper ab, um in Kroatien ein Krankenhaus zu versorgen.

Der Kinderhilfe bleibt dann nicht allzu viel Zeit, wenn sie alles Transportkapazitäten des Roten Kreuzes nutze will. Die Kindergärten und Schulen, wo Klassen und Gruppen fantasievolle gestaltete Weihnachtspäckchen für ihre Altersgenossen in Litauen zusammenstellen, sind keine allzu große Herausforderung. Sie können mit dem VW-Bus oder dem Sprinter abgeholt werden. Anspruchsvoller werden dann schon Großspenden, die im Raum Ingolstadt oder Heidenheim bereitstehen.

“Unser Diether hat das alles geplant, hat die Ware abgeholt und hat sie gleich so auf dem LKW platziert, dass wir in Litauen der Reihe nach abladen konnten”, erinnert sich Eva Klingenberg nicht ohne Wehmut. Es steht also wieder ein schönes Stück Arbeit vor dem relativ kleinen Verein, der schon so vieles bewegt hat.Entschädigt wird Eva Klingenberg spätestens dann, wenn sie im Nikolauskostüm vor den Kindern steht, die mit leuchtenden Augen darauf warten, einer der Geschenktüten zu erhalten. Und es sei immer wieder rührend, wie groß und echt die Freude selbst über Kleinigkeiten sei.

Anton Gutmann würde liebend gerne das Team für Litauen verstärken, doch sein Terminkalender lässt es leider nicht zu. Die Humanitäre Hilfe nimmt ihn im Augenblick voll in Anspruch. So kam er ins Lager Weichering, um die Regensburger Rotkreuz-Kollegen zum Aufladen willkommen zu heißen. Die acht Oberpfälzer waren unter Regie von Walter Sattler gekommen, der seit 28 Jahren im Geschäft ist und gerne auf die Zusammenarbeit mit Schrobenhausen zurückblickt, “weil ich hier nicht nur Lastwagen, sodern problemlos auch Hilfsgüter bekommen habe.” So war es auch dieses Mal. Neben den Betten mit Nachtkästchen wurde auch medizinische Geräte, darunter ein Inkubator, aufgeladen.

Einer schaute zufrieden zu, wie sich die Halle langsam leerte. Es war BRK-Organisationsleiter Bernhard Pfahler, der sich jetzt um die Logistik bei der Humanitären Hilfe kümmert.

Lange Zeit waren die beiden Holzhallen auf dem bewachten Bundeswehrgelände bei Weichering ein ideales Depot zur Aufbewahrung von Spenden. Doch jetzt sind die Nachkriegsbauten in die Jahre gekommen und bei genauem Hinsehen entdeckt der Betrachter, dass die Dachträger nicht mehr kerzengerade verlaufen. Für eine Halle erreichte Pfahler im Gespräch mit Vertretern der Bundeswehr einen Kompromiss: Sie wird in den Wintermonaten gesperrt, um keine Probleme mit der Schneelast zu bekommen. Schupen Nummer zwei wird bis Ende November geräumt. Bis dahin müssen dann schon die Pläne für die weiteren Aktionen spruchreif sein. Für die Ukraine warten weitere 4000 Kartons mit den Säuglingsartikeln und dann muss auch noch geklärt werden, ob die Weihnachtsaktion fortgesetzt wird bei der die Tafel, das Jugendamt, die Caritas und er VdK Lebensmittelpakete zur Weiterverteilung erhalten.

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Helfen und dabei Gaudi haben

Helfen und dabei Gaudi haben

Allgäuer Lederhosenexpress und Baltic Sea Circle

von Ute de Pascale, Schrobenhauener Zeitung, 4.8.2018

Helfen und dabei Gaudi haben - Spendenübergabe vom Allgäuer Lederhosenexpress

Hohenried (SZ) Helfen und dabei Gaudi haben – womöglich hat das niemand so gut drauf, wie die Jungs vom Allgäuer Lederhosenexpress. Mir Ihrer Teilnahme an der Baltic Sea Circle Ralley unterstützten sie die Schrobenhausener Litauenhilfe (wir berichteten). Jetzt besuchten Sie Litauenhilfevorsitzende Eva Klingenberg. Im Gepäck: einen Scheck über 5.000 Euro.

 

Gut sind sie drauf, die sechs Herren aus dem Allgäu bei ihrem Besuch in Hohenried. Und wie das eben so ist, wenn einer eine Reise tut – zu erzählen haben Gerhard Weber, Wolfgang Merath, Werner Meinert, Joe Singer, Hans-Peter Kolb und Konne Zeh eine Menge.

Von den Regeln der Baltic Sea Ralley zum Beispiel, bei der sie in 16 Tagen über 8000 km durch mehr als 10 Länder cruisten: Mehr als 20 Jahre müssen die Vehikel auf dem Buckel haben, nicht mehr als 2.500 Euro dürfen sie wert sein.

Beim Allgäuer Lederhosenexpress fiel die Wahl auf einen BMW Touring 530D, einen Fiat Ulysse sowie einen Audi A6 (“der einzige, wo gar nix verreckt is”) – alle 3 übersät mit Aufklebern (der größte, an der Heckscheibe der Kinderhilfe Litauen gewidmet). Echte Hingucker also, mit denen die Allgäuer auch in Hohenried aufgeschlagen sind.

Echte Hingucker, das sind sie aber auch selber. Denn wenn man in originalen Lederhosen (“die braucht man abends nur ausziehen und hinstellen”) in St. Petersburg einläuft, dann ist einem Aufmerksamkeit sicher.

Dass die sechs ein eingespieltes Team sind, sich teils schon aus dem Kindergarten kennen, ist nicht zu übersehen, vor allem aber nicht zu überhören: Lockere Sprüche, die hauen sie im Sekundentakt raus. Wie alt sie den alle sind ? So viel stehe fest, antwortet Hansi: “Ich bin der Jüngste – und der Schönste. Woher sie kommen ? Aus Eisenharz: “hart wie Eisen, zäh wie Harz”. Wolfgang Menarth ist einer der Selbständigen im Team. Urlaub für die Seele sei diese Ralley gewesen, “Ich habe so abgeschaltet, dass ich gar nicht ans Geschäft gedacht habe.” erzählt er. Vielleicht auch deshalb, weil die Ralley-Organisatoren ihre Teilnehmer durchaus auf Trab zu halten verstehen. Eine Ziege hinters Steuer zu setzen oder das Fahrzeug auf Legosteinen aufzubocken – Scherze wie diese galt es in den verschiedenen Ländern z u lösen. Gerade recht für die Herren vom Lederhosen-Express, die ja offenbar für jeden Quatsch zu haben sind.

Aber sie können auch anders, haben auch eine Blick auf jene, denen es nicht so gut geht im Leben. Dass diese Ralley keine sinnlose Herumkurverei ist, sondern auch der Charity-Faktor eine nicht unerhebliche Rolle spielt, lag ihnen von Haus aus am Herzen. Genau mit diesem Hintergedanken sind sie bei ihrer Internetrecherche auch auf die Schrobenhausener Kinderhilfe Litauen gestoßen.

Um bei einigen der Stationen, die die Litauenhilfe seit Jahren betreut, vorbei zu schauen, nehmen sie auch Umwege in Kauf, besuchten beispielsweise Kaunas, wo ihnen Schulleiter Darius Grieze die Sonderschule zeigte. Die Aussagen von Eva Klingenberg decken sich mit jenen der Allgäuer: Auch sie erzählen von der Freude über ihren Besuch, die sie bei den Kindern und Jugendlichen deutlich spürten. Nun sind ja Malbücher, Stifte, Mäppchen, Kreiden oder Seifenblasen nicht gerade das, was man zur nördlichstem Ralley des Erdballs zwingend einpacken müsste – die sechs Allgäuer taten es trotzdem, um nicht mit leeren Händen vor den kleinen Litauern zu stehen.

Auch nach Hohenried bringen Sie Eva und Sven Klingenberg etwas mit, und zwar einen dicken Scheck über 5.000 Euro. Der ist hier freilich äußerst Willkommen; über die großzügige Unterstützung freut sich das Ehepaar Klingenberg ungemein. Und darüber, wie diese zustande kam. “Ich bin fasziniert, wenn es mal andersrum läuft und Leute auf uns zukommen”, sagt Eva Klingenberg.

Auch das übrigens eine Aufgabe, die es im Lauf der Ralley zu lösen gab: Den Original Abba-Bus im Moor von Ryd zu finden. Selbstredend, dass die Allgäuer auch das hinkriegten. Und so quäkte wenig später aus dem noch funktionierenden Radio “The Winner takes it all”.

Gewonnen haben die sechs Allgäuer die Ralley womöglich nur deshalb nicht, weil sie in einem Punkt zu gewissenhaft waren. Aber gewinnen, das stand auch nie im Vordergrund, sondern cruisen, feiern – und helfen.