Carla Neuburg-Schrobenhausen

Carla Neuburg-Schrobenhausen

Carla Neuburg-Schrobenhausen Bild aus dem Zeitungsartikel (SZ) vom 23.10.2018

Wo Menschen Hilfe brauchen, ist Carla zur Stelle

Das Soziale Beschäftigungsprojekt des Caritasverbandes Neuburg-Schrobenhausen feiert zehnjähriges Jubiläum

erstellt am 23.10.2018 um 17:38 Uhr

Schrobenhausen (SZ) Der Dienstleistungsservice und der Caritas-Laden – kurz Carla – bilden das soziale Beschäftigungsprojekt der Caritas,heuer feiert es sein Zehnjähriges.

Gemeinsam mit seinen Außendienstmitarbeitern ist Michael Stichlmair täglich im Sevicebereich des Sozialen
des Caritasverband Neuburg-Schrobenhausen
23 Menschen mit seelischer, körperlicher und geistiger Behinderung können hier wieder an der Gesellschaft in Form von Betreuter Beschäftigung teilhaben.

“Was soll ich denn den ganzen Tag daheim”, sagt ein Teilnehmer (55) des Sozialen Beschäftigungsangebotes. “Nur schlafen, essen, fernsehen – das ist doch kein Leben”, sagt er.

Aufgrund eines schweren Unfalls ist der von Beruf gelernte Maurer erwerbsunfähig und saß jahrelang zu Hause, wurde alkoholabhängig. Als er vor einigen Jahren von dem Angebot der Caritas hörte, traute er sich zuerst gar nicht zu fragen. Nachdem die Nutzlosigkeit und das Rumsitzen nicht mehr auszuhalten war, wagte er doch nachzufragen, ob man ihn noch brauchen könne. Mittlerweile ist er schon das fünfte Jahr bei Carla und nimmt täglich drei Stunden am Angebot teil: Er holt Möbel ab, die in deen Second-Hand-Laden gebracht werden, ist bei Gartenarbeiten dabei oder hilft auch mal im Ladenverkauf aus. Das Angebot hat ihm geholfen, mit dem Trinken aufzuhören, “weil er wieder wo dazugehöre und gebraucht werde”.

Eine andere Mitarbeiterin bei Carla (40) war früher Fachverkäuferin. Wegen einer Borderline-Erkrankung, die sich nach de Geburt ihrer zwei Kinder manifestierte, war es ihr nicht mehr möglich, ihre Kinder weiter zu betreuen, geschweige denn ihrer Arbeit nachzugehen. Nach einjährigem stationären Aufenthalt in der Psychiatrie wurde sie mit Unterstützung ihrer gesetzlichen Betreuerin der Caritas an das Soziale Beschäftigungsprojekt angebunden. Mit anfänglich starken gesundheitlichen Schwankungen stabilisierte sich ihr Zustand immer mehr, sodass sie mittlerweile aus dem Beschäftigungsangebot nicht mehr wegzudenken ist: Sie übernimmt selbständig Fahr- und Abholdienste, hilft dort, wo sie gebraucht wird. “Ich bin froh, dass ich bei der Caritas eine Beschäftigung habe, die ich ohne Leistungsdruck machen kann – so wie es mein Gesundheitszustand zulässt. Wenn ich mal an einem Tag schlecht beieinander bin, dann kann ich absagen – ohne irgendwelche Konsequenzen.” Das kommt aber mittlerweile nur noch äußerst selten vor: Die sozialen Kontakte “in der Arbeit”, sowie die Möglichkeit, “jederzeit jemand zum Reden zu haben” und professionelle Unterstützung in Krisen aber auch in alltäglichen Angelegenheiten zu bekommen, habe die 40-jährige so stabilisiert, dass sie im Alltag gut zurecht kommt und seither keinen stationären Aufenthalt mehr hatte.

Das ist der wichtigste Teil des Sozialen Beschäftigungsangebotes, aber die Hilfe ist noch weitreichender: So manch einer erinnert sich vielleicht noch an die Kleiderkammer im Zacherbräu – die MöVe (Möbelversorgungskammer), die liebevoll von Ehrenamtlichen der Caritas betreut wurde. Dieser Versorgungsauftrag für bedürftige Menschen ist nach wie vor erhalten geblieben: Menschen mit nachgewiesener Bedürftigkeit erhalten auf das gesamte Möbelsortiment 30%. “Und wenn jemand wirklich gar nichts hat, dann wird derjenige kostenlos ausgestattet” – eben so, wie vor 10 Jahren auch schon.

Das Prinzip der Nachhaltigkeit und ein sparsamer Umgang mit Ressourcen zieht sich durch alle Bereiche in dem Sozialen Beschäftigungsprojekt: Was nicht unbedingt entsorgt werden muss (von Kleidung über Hausrat bis zu Möbeln), kommt in den Kreislauf des täglichen Lebens zurück.
Pünktlich zum zehnjährigen Jubiläum konnte übrigens der Vertrag mit der Organisation Fairwertung geschlossen werden, die einen transparenten und verantwortlichen Umgang mit der Verwertung von Kleidung gewährleistet. Bis Ende Oktober gibt es bei der Carla Jubiläumsangebote: Kleidung für Kinder und alle Jacken gibt es für einen Euro sowie 10% auf Möbel.

Weihnachtstransport 2018

Auch künftig gemeinsam unterwegs

Kinderhilfe Litauen und BRK arbeiten weiterhin zusammen – Hilfstransport im November (Weihnachtstransport 2018)

von Günter Hastreiter, Schrobenhausener Zeitung, Oktober 2018

Weihnachtstransport 2018

Verladeaktion im Wald: Die Humanitäre Hilfe Regensburg holte sich Lastwagen und Betten aus Weichering. Nächste Nutzerin der Fahrzeuge ist die Kinderhilfe Litauen, die ihre Kooperation mit dem Bayerischen Roten Kreuz fortsetzt.

Nicht nur bei der Arbeit der Humanitären Hilfe des Roten Kreuzes waren sie Dreh- und Angelpunkt, auch die Kinderhilfe Litauen stand nach dem Tod von Diether Brandt und Toni Drexler vor Problemen. Jetzt steht fest: Kinderhilfe und BRK werden ihre Zusammenarbeit fortsetzen.

Beide, Diether Brandt und Toni Drexler, hatten sehr viel getan, aber nur wenig aufgeschrieben, sodass sich ihre Nachfolger Teile der Hilfszugarbeit neu aneignen müssen, die bisher automatisch erledigt wurde. Umso größer ist die Erleichterung bei Eva und Sven Klingenberg darüber, dass Ende November der alljährliche Hilfstransport der Kinderhilfe starten kann. Im Gespräch mit Schatzmeister Anton Gutmann und Vorstandsvize Georg Ottinger wurde nicht nur die Fortsetzung der Zusammenarbeit mit dem BRK festgelegt, mit etwas Glück fand sich auch noch eine Lücke im Terminkalender.

Womit niemand gerechnet hatte, ist nämlich eingetreten. Erst wurde die Humanitäre Hilfe von einem kurzfristig angesetzten Termin für das Präsidium in Berlin überrascht und transportierte auf die Schnelle 4000 Pakete mit Pflegemitteln in die Ukraine nach Kiew (wir berichteten). Gleich danach standen die befreundeten Hilfszugfahrer aus Regensburg auf der Schwelle. Im Lager Weichering holten sie sich 40 Krankenhaus- und Pflegebetten samt Sattelschlepper ab, um in Kroatien ein Krankenhaus zu versorgen.

Der Kinderhilfe bleibt dann nicht allzu viel Zeit, wenn sie alles Transportkapazitäten des Roten Kreuzes nutze will. Die Kindergärten und Schulen, wo Klassen und Gruppen fantasievolle gestaltete Weihnachtspäckchen für ihre Altersgenossen in Litauen zusammenstellen, sind keine allzu große Herausforderung. Sie können mit dem VW-Bus oder dem Sprinter abgeholt werden. Anspruchsvoller werden dann schon Großspenden, die im Raum Ingolstadt oder Heidenheim bereitstehen.

“Unser Diether hat das alles geplant, hat die Ware abgeholt und hat sie gleich so auf dem LKW platziert, dass wir in Litauen der Reihe nach abladen konnten”, erinnert sich Eva Klingenberg nicht ohne Wehmut. Es steht also wieder ein schönes Stück Arbeit vor dem relativ kleinen Verein, der schon so vieles bewegt hat.Entschädigt wird Eva Klingenberg spätestens dann, wenn sie im Nikolauskostüm vor den Kindern steht, die mit leuchtenden Augen darauf warten, einer der Geschenktüten zu erhalten. Und es sei immer wieder rührend, wie groß und echt die Freude selbst über Kleinigkeiten sei.

Anton Gutmann würde liebend gerne das Team für Litauen verstärken, doch sein Terminkalender lässt es leider nicht zu. Die Humanitäre Hilfe nimmt ihn im Augenblick voll in Anspruch. So kam er ins Lager Weichering, um die Regensburger Rotkreuz-Kollegen zum Aufladen willkommen zu heißen. Die acht Oberpfälzer waren unter Regie von Walter Sattler gekommen, der seit 28 Jahren im Geschäft ist und gerne auf die Zusammenarbeit mit Schrobenhausen zurückblickt, “weil ich hier nicht nur Lastwagen, sodern problemlos auch Hilfsgüter bekommen habe.” So war es auch dieses Mal. Neben den Betten mit Nachtkästchen wurde auch medizinische Geräte, darunter ein Inkubator, aufgeladen.

Einer schaute zufrieden zu, wie sich die Halle langsam leerte. Es war BRK-Organisationsleiter Bernhard Pfahler, der sich jetzt um die Logistik bei der Humanitären Hilfe kümmert.

Lange Zeit waren die beiden Holzhallen auf dem bewachten Bundeswehrgelände bei Weichering ein ideales Depot zur Aufbewahrung von Spenden. Doch jetzt sind die Nachkriegsbauten in die Jahre gekommen und bei genauem Hinsehen entdeckt der Betrachter, dass die Dachträger nicht mehr kerzengerade verlaufen. Für eine Halle erreichte Pfahler im Gespräch mit Vertretern der Bundeswehr einen Kompromiss: Sie wird in den Wintermonaten gesperrt, um keine Probleme mit der Schneelast zu bekommen. Schupen Nummer zwei wird bis Ende November geräumt. Bis dahin müssen dann schon die Pläne für die weiteren Aktionen spruchreif sein. Für die Ukraine warten weitere 4000 Kartons mit den Säuglingsartikeln und dann muss auch noch geklärt werden, ob die Weihnachtsaktion fortgesetzt wird bei der die Tafel, das Jugendamt, die Caritas und er VdK Lebensmittelpakete zur Weiterverteilung erhalten.

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Wir trauern um Toni Drexler

Wir trauern um Toni Drexler

Wir trauern um Toni Drexler
Wir trauern um Toni Drexler

Als Gründer der Humanitären Hilfe, eines Fördervereins des Roten Kreuzes Neuburg-Schrobenhausen, welche uns seit über 25 Jahren unterstützt hat mit LKWs, LKW-Fahrern und auch Rat und Tat, sind wir ihm auch ganz persönlich sehr dankbar und haben außerdem einen Freund und langjährigen Weggefährten verloren.

Er war ein unschätzbarer Freund und Wegbegleiter. Wir vermissen ihn jetzt schon.

Labai Aciu Toni !

Helfen und dabei Gaudi haben

Helfen und dabei Gaudi haben

Allgäuer Lederhosenexpress und Baltic Sea Circle

von Ute de Pascale, Schrobenhauener Zeitung, 4.8.2018

Helfen und dabei Gaudi haben - Spendenübergabe vom Allgäuer Lederhosenexpress

Hohenried (SZ) Helfen und dabei Gaudi haben – womöglich hat das niemand so gut drauf, wie die Jungs vom Allgäuer Lederhosenexpress. Mir Ihrer Teilnahme an der Baltic Sea Circle Ralley unterstützten sie die Schrobenhausener Litauenhilfe (wir berichteten). Jetzt besuchten Sie Litauenhilfevorsitzende Eva Klingenberg. Im Gepäck: einen Scheck über 5.000 Euro.

 

Gut sind sie drauf, die sechs Herren aus dem Allgäu bei ihrem Besuch in Hohenried. Und wie das eben so ist, wenn einer eine Reise tut – zu erzählen haben Gerhard Weber, Wolfgang Merath, Werner Meinert, Joe Singer, Hans-Peter Kolb und Konne Zeh eine Menge.

Von den Regeln der Baltic Sea Ralley zum Beispiel, bei der sie in 16 Tagen über 8000 km durch mehr als 10 Länder cruisten: Mehr als 20 Jahre müssen die Vehikel auf dem Buckel haben, nicht mehr als 2.500 Euro dürfen sie wert sein.

Beim Allgäuer Lederhosenexpress fiel die Wahl auf einen BMW Touring 530D, einen Fiat Ulysse sowie einen Audi A6 (“der einzige, wo gar nix verreckt is”) – alle 3 übersät mit Aufklebern (der größte, an der Heckscheibe der Kinderhilfe Litauen gewidmet). Echte Hingucker also, mit denen die Allgäuer auch in Hohenried aufgeschlagen sind.

Echte Hingucker, das sind sie aber auch selber. Denn wenn man in originalen Lederhosen (“die braucht man abends nur ausziehen und hinstellen”) in St. Petersburg einläuft, dann ist einem Aufmerksamkeit sicher.

Dass die sechs ein eingespieltes Team sind, sich teils schon aus dem Kindergarten kennen, ist nicht zu übersehen, vor allem aber nicht zu überhören: Lockere Sprüche, die hauen sie im Sekundentakt raus. Wie alt sie den alle sind ? So viel stehe fest, antwortet Hansi: “Ich bin der Jüngste – und der Schönste. Woher sie kommen ? Aus Eisenharz: “hart wie Eisen, zäh wie Harz”. Wolfgang Menarth ist einer der Selbständigen im Team. Urlaub für die Seele sei diese Ralley gewesen, “Ich habe so abgeschaltet, dass ich gar nicht ans Geschäft gedacht habe.” erzählt er. Vielleicht auch deshalb, weil die Ralley-Organisatoren ihre Teilnehmer durchaus auf Trab zu halten verstehen. Eine Ziege hinters Steuer zu setzen oder das Fahrzeug auf Legosteinen aufzubocken – Scherze wie diese galt es in den verschiedenen Ländern z u lösen. Gerade recht für die Herren vom Lederhosen-Express, die ja offenbar für jeden Quatsch zu haben sind.

Aber sie können auch anders, haben auch eine Blick auf jene, denen es nicht so gut geht im Leben. Dass diese Ralley keine sinnlose Herumkurverei ist, sondern auch der Charity-Faktor eine nicht unerhebliche Rolle spielt, lag ihnen von Haus aus am Herzen. Genau mit diesem Hintergedanken sind sie bei ihrer Internetrecherche auch auf die Schrobenhausener Kinderhilfe Litauen gestoßen.

Um bei einigen der Stationen, die die Litauenhilfe seit Jahren betreut, vorbei zu schauen, nehmen sie auch Umwege in Kauf, besuchten beispielsweise Kaunas, wo ihnen Schulleiter Darius Grieze die Sonderschule zeigte. Die Aussagen von Eva Klingenberg decken sich mit jenen der Allgäuer: Auch sie erzählen von der Freude über ihren Besuch, die sie bei den Kindern und Jugendlichen deutlich spürten. Nun sind ja Malbücher, Stifte, Mäppchen, Kreiden oder Seifenblasen nicht gerade das, was man zur nördlichstem Ralley des Erdballs zwingend einpacken müsste – die sechs Allgäuer taten es trotzdem, um nicht mit leeren Händen vor den kleinen Litauern zu stehen.

Auch nach Hohenried bringen Sie Eva und Sven Klingenberg etwas mit, und zwar einen dicken Scheck über 5.000 Euro. Der ist hier freilich äußerst Willkommen; über die großzügige Unterstützung freut sich das Ehepaar Klingenberg ungemein. Und darüber, wie diese zustande kam. “Ich bin fasziniert, wenn es mal andersrum läuft und Leute auf uns zukommen”, sagt Eva Klingenberg.

Auch das übrigens eine Aufgabe, die es im Lauf der Ralley zu lösen gab: Den Original Abba-Bus im Moor von Ryd zu finden. Selbstredend, dass die Allgäuer auch das hinkriegten. Und so quäkte wenig später aus dem noch funktionierenden Radio “The Winner takes it all”.

Gewonnen haben die sechs Allgäuer die Ralley womöglich nur deshalb nicht, weil sie in einem Punkt zu gewissenhaft waren. Aber gewinnen, das stand auch nie im Vordergrund, sondern cruisen, feiern – und helfen.

 

Allgäuer Lederhosen-Express hilft durch Ralley

Allgäuer Lederhosen-Express

Allgäuer Lederhosen-Express unterstützt die Kinderhilfe Litauen durch die Teilnahme an der nördlichsten Ralley der Welt

Die 6 Männer aus Eisenharz im Allgäu – Gerhard Weber, Wolfgang Merath, Werner Meinert, Joe Singer, Hans-Peter Kolb und Konne Zeh wollten an der Baltic Sea Circle Ralley, der nördlichsten Ralley der Welt teilnehmen. Hierbei stehen nicht nur ca. 8.000 km in 16 Tagen durch mehr als 10 verschiedene Länder im Mittelpunkt, sondern auch hierbei Spenden für soziale Projekte zu sammeln.

Bei einer Recherche im Internet fanden die 6 unsere Website und meldeten sich bei uns.

Am 27. Juli 2018 besuchten uns die Jungs vom Allgäuer Lederhosen-Express zu einem Grillabend und der Spendenübergabe. Sie brachten einen Scheck über 5.000 € mit. Wir sind überwältigt !

Herzlichst Danke und Euch alles Liebe !

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Ohne GPS und Navi Richtung Nordkap

Ohne GPS und Navi Richtung Nordkap

Die Ralleyfahrer vom Allgäuer Lederhosen-Express greifen der Litauenhilfe unter die Arme

Von Ute de Pascale
Schrobenhausen (SZ), 23.06.2018

Ohne GPS und Navi Richtung Nordkap

Das mit dem Glück, das ja angeblich gern mal unverhofft kommt – für Kinderhilfe-Litauen-Vorsitzende Eva Klingenberg hat sich diese Weisheit jetzt bewahrheitet. Ihr Verein bekommt Unterstützung. Und zwar von den Ralleyfahrern vom Allgäuer Lederhosen-Express.

Eines Tages klingelte bei Eva Klingenberg das Telefon. Am anderen Ende der Leitung: ein Herr aus dem Allgäu, Gerhart Weber. Er sei auf die Homepage der Kinderhilfe Litauen gestoßen und wolle sie unterstützen. Und er wisse auch schon wie: Mi seinem Team, dem Allgäuer Lederhosen-Express, und drei betagten Autos nehme er an der Baltic Sea Circle, der laut Veranstalter “nördlichsten Ralley des Erdballs” teil. Dabei werde Geld für Hilfsprojekte gesammelt und man wolle auch konkret spenden: der Schrobenhausener Litauenhilfe. Um die nun explizit unterstützen zu können, brauche man eigentlich nur noch deren Okay – das Weber von Eva Klingenberg freilich gern bekam.

Und mehr noch: Sie jettete auch zur Abschiedsparty nach Hamburg, um “ihrem Team” die besten Wünsche mit auf die 16 Tage und 7.500 Kilometer lange Reise durch zehn Länder zu geben. Richtig lustig uns schön sei das Treffen verlaufen, schwärmt Klingenberg, “die Jungs sind echt der Hit.”

Auf Tour geht es bei der Ralley einem Ehrenkodex folgend ausschließlich in “Old SchoolCars, Old School Bikes und Old School Vans oder Trucks”, und damit nicht genug: GPS, Navi und Autobahn sind absolut tabu. Der Einwurf, eine Ralley grundsätzlich und dann auch noch mit derart betagten Vehikeln verpeste doch nur unnötig die Luft, funktioniert hier allenfalls bedingt: Denn die Veranstalter bitten jedes Team um einen ECO-Ausgleich.

Durch die Unterstützung von Klimaschutzprojekten werde der bei der Tour verursachte CO2-Ausstoß somit an anderer Stelle eingespart. Und der soziale Hintergedanke ist ohnehin aller Ehren wert: Mit Spendengeldern die Welt ein klein wenig zu verändern, ist die Grundidee hinter jeder Baltic Sea Circle.

Eigentlich hätten die Herrschaften vom Allgäuer Lederhosenexpress ja gar keine Zeit, einen Abstecher in Litauen einzulegen, “aber sie wollen es unbedingt!, freut sich Litauenhilfe-Vorsitzende Eva Klingenberg. Und Platz für Geschenke habe man ja im Prinzip auch nicht. Aber noch so eine Weisheit: WO ein Wille ist, ist auch ein Weg.

Schuhtechnisch konnte Eva Klingenberg (2.v.l.) mit den Jungs vom Allgäuer Lederhosenexpress nicht so ganz mithalten: Die Herren sorgten bei der Verabschiedung in Hamburg mit ihren original Allgäuer Fellschuhen und -clogs für Aufsehen.

Ohne GPS und Navi Richtung Nordkap …

Auf der [Website der Baltic Sea Circle] kann man live verfolgen, wo die Teilnehmer gerade fahren. Der Allgäuer Lederhosen-Express hat die Teilnehmernummer 241, 242 und 243.

[Mehr zur Baltic Sea Circle]

100-Jahr-Feier in Zelsva – wir feiern mit

Ein Bericht im Donaukurier von Ute De Pascale vom 20.06.2018

100-Jahr-Feier in Zelsva

 

Ein Lächeln ins Gesicht gezaubert

Ein Team der Kinderhilfe Litauen war zu Geburtstagsbesuch an der Schule in Zelsva – eine neue Stele symbolisiert die Freundschaft

Schrobenhausen/Zelsva

Es ist ein Projekt, das Eva Klingenberg und ihren Mitstreitern seit Langem sehr am Herzen liegt: den Kindern an der Schule in Zelsva unter die Arme zu greifen. Jetzt feierte die Einrichtung 100. Geburtstag. Selbstredend, dass auch Klingenberg mit einem kleinen Team dabei war.

Die Schrobenhausener Kinderhilfe stand dann auch bei einem der größten Highlights des Tages im Fokus: der feierlichen Einweihung der von Künstler Klemensas Kvainauskas geschaffenen Skulptur, die die mittlerweile 26 Jahre dauernde Freundschaft zwischen der Litauenhilfe und der Schule symbolisiert. Dass das, was ihr Vater, Litauenhilfe-Gründer Manfred Schwaak, begonnen hatte, mit dieser die Weisheit verkörpernden Eulenfigur jetzt ein reeles Symbol bekommen hat, darüber freue sie sich enorm, versichert Klingenberg. Sie selber sei ja unglaublich gerne zur Schule gegangen, habe “sehr sehr gern gelernt”, erzählte sie den litauischen Schülern,bevor sie mit dieser Bemerkung so manches Schmunzeln erntete: “Aber ich habe im Laufe meines Lebens bemerkt, dass ich vieles doch nicht gebraucht habe.” Eines jedoch sollten sie bei alle dem nicht vergessen, legte Klingenberg den kleinen Litauern ans Herz: Ganz nebenbei bekämen sie etwas sehr Wichtiges fürs Leben mit: den Wert von Freundschaften. Und das heiße ja nichts anderes, “als dass man mit Freunden alles schafft”.

Ein offizieller Akt hatte die Geburtstagsfeier eingeleitet. Dich das Ganze soll vor allem ein Fest für die Kinder werden, diese Devise hatte die Leiterin der Schule in Zelsva ausgegeben. Und so gab es Hüpfburg und Seifenblasen, Popcorn und Eis, Zuckerwatte, Musik und Tänze und in der von der Kinderhilfe Litauen mitfinanzierten Turnhalle sogar eine extra eingerichtete Disco – allesamt Dinge, die für die Kinder in Zelsva alles andere als selbstverständlich sind und vielen ein Lächeln ins Gesicht zauberten. Entsprechend aufgeregt seien sie auch gewesen, erzählt Eva Klingenberg. “Die Kinder haben das sehr geschätzt, so etwas kennen die meisten nicht.”

Freilich gibt es zum Geburtstag auch Geschenke: Unter anderen eine Tischtennisplatte und Spielgeräte hatte Eva Klingenberg im Gepäck. Dass die Unterstützung aus dem Schrobenhausener Land auf dankbare Abnehmer trifft, davon konnte sie sich einmal mehr überzeugen: “Der Spielplatz, den wir gesponsort haben, wird von der ganzen Dorfgemeinschaft genutzt”, freut sich Klingenberg. Und, das siech die Schule vor dem Hintergrund der sie umgebenden grauen, tristen Wohnblöcke als bunter Farbkleks abhebt – die Schrobenhausener Litauenhilfe ist daran nicht ganz unbeteiligt. Immer wieder aufs Neue berührt Klingenberg die Bescheidenheit der Litauer. Dass man im Gemeindehaus in Naujiena dringend einen neuen Herd benötige, mit dieser Info wollte die Ortsvorsteherin erst gar nicht so recht rausrücken. “Die ist so zurückhaltend, sagt immer: Ihr habt uns schon so viel gegeben”, erzählt Klingenberg. Einerseits unglaublich sympathisch, “auf der anderen Seite schwierig herauszufinden, was sie brauchen”. Weil das Gemeindehaus unter anderem auch zum Aufbahren Verstorbener genutzt wird, war auch eine Lüftungsanlage vonnöten, die die Litauenhilfe jetzt finanziert hat.

Neuigkeiten gibt es auch von einer weiteren Station der Litauenhilfe: der Sonderschule in Kaunas. Da lernte Klingenberg den neuen Schulleiter Darius Grieze kennen, der jede Menge Ideen habe. “Er hat mir gezeigt, was er alles vorhat.” Zum Beispiel Entspannungsräume einzurichten, mit welchen Materialien, damit sich psychisch auffällige Kinder, die “nicht wissen, wohin mit ihrer Enegie”, nicht verletzen können. “Das möchten wir zusammen umsetzen”, blickt Klingenberg auf eines der anstehenden Litauenhilfe-Projekte voraus.

Auch bei ihrer jüngsten Reise haben Klingenberg die Schicksale der Sonderschulkinder bewegt. Rund 80 Prozent lebten mit einer Behinderung. Nicht selten gebe es Eltern, “die sich nicht kümmern können oder wollen, die überfordert sind” – so die Kleinen überhaupt noch Eltern haben. Kindern wie ihnen zu helfen, dafür möchte sich die Litauenhilfe auch weiterhin stark machen.

Mitglieder-Versammlung 2018 8. Juni 2018

Mitglieder-Versammlung 2018 8. Juni 2018 30

Mitglieder-Versammlung 2018

Einladung zur Hauptversammlung 2018

 

Liebe Mitglieder des Vereins Kinderhilfe Litauen e.V.,

als Vorsitzende dieses Vereins lade ich dich/euch/Sie hiermit
satzungsgemäß zu unserer Mitgliederversammlung am Freitag,
8. Juni 2018, um 18:30 Uhr in das Gasthaus „Stief“ (Schimmelwirt) in
86529 Schrobenhausen, Aichacher Str. 21, Tel. 08252 7609 ein.

Tagesordnungspunkte:
1. Begrüßung und Bericht der 1. Vorsitzenden
2. Kassenbericht und Kassenprüfung
3. Entlastung der Vorstandschaft
4. Wahl des Vorstands gemäß Satzung
5. Weitere Aktionen für 2018
6. Verschiedenes

Über dein/euer/Ihr zahlreiches Erscheinen würde ich mich sehr freuen.
Mitgliedsanträge zur Tagesordnung müssen bis spätestens drei Wochen vor der Ladefrist schriftlich beim Vorstand eingereicht werden.

Mitglieder-Versammlung 2018 8. Juni 2018 31
Mitglieder-Versammlung 2018 8. Juni 2018 32

ALLGÄUER LEDERHOSEN EXPRESS

Spendenboxen des Allgäuer Lederhosen Express bei der Baltic Sea Circle Ralley

Baltic Sea Circle Ralley – Allgäuer Lederhosen Express

Vom Allgäu ins Abenteuer für den guten Zweck

Die nördlichste Rallye des Erdballs – startet am 16. Mai 2018 in Hamburg
Das Team des Allgäu – Lederhosen – Express – will vorwiegend regionale Kinderhilfsprojekte unterstützen wie z.B. das Kinderhospiz Grönenbach. Geplant ist aber auch, Projekte der Kinderhilfe in Litauen zu unterstützen. Das Team will neben finanzieller Unterstützung der Projekte auch Sachspenden nach Litauen direkt an bedürftige Einrichtungen für Kinder transportieren.

Allgäu Lederhosen Express war bei der Leistungsschau 04.-06.05. “Wangener Welten” mit einem Infostand vertreten. Und wir waren auch dabei !

Bilder von der Messe in Wangen – Start der Aktion:

Eingang Messe Wangen mit Sven und Lucia Klingenberg
Baltic Sea Ralley - Allgäuer Lederhosen Express Joe Singer
Baltic Sea Circle - Allgäuer Lederhosen Express - Gerhard Weber - Wolfgang Merath
Lederhosen Express 3: Hans-Peter Kolb Konne Zeh Auto: Audi A6

Lederhosen Express 3:

Hans-Peter Kolb
Konne Zeh
Auto: Audi A6

Lederhosen Express 2: Werner Meinert Joe Singer Auto: Fiat Ulysse

Lederhosen Express 2:

Werner Meinert
Joe Singer
Auto: Fiat Ulysse

Lederhosen Express 1: Gerhard Weber Wolfgang Merath Auto: BMW Touring 530D mit Familie Klingenberg

Lederhosen Express 1:

Gerhard Weber
Wolfgang Merath
Auto: BMW Touring 530D

Titelbild des Allgäuer Lederhosen Express